Glossar zum modernen Sprachenlernen

Hier finden Sie die meistverwendetsten Begriffe zum modernen (digitalen) Sprachenlernen. Sie erfahren alles über moderne Lernformate, Sprachlernmethoden und vieles mehr, was zum Sprachen lernen dazu gehört.

Durch die technologisierte Welt hat sich im Lernbereich vieles verändert und angepasst. Immer wieder kommen Begriffe auf, bei denen man vor Fragezeichen steht. Was genau ist "Blended Learning", "asynchrones Lernen" oder "Gamification" eigentlich? Und wie finden diese Dinge ihre Anwendung im Sprachenlernen?

Mit + und - markiert, kennzeichnen wir Ihnen hier auch direkt die Vor- und Nachteile der Methoden und Formate.

Egal ob Sprachtrainer:in, Lernende:r oder Interessierte:r, hier bekommen Sie Antworten auf Ihre Fragen.

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A

Active Recall

Aktives Erinnern an Lerninhalte. Das kann mündlich sowie schriftlich erfolgen. Dabei werden beispielsweise Fragen zum Lerninhalt beantwortet oder das Gelernte in eigenen Worten zusammengefasst. Es hilft zum eigenen Überprüfen, ob das Gelernte (Grammatische Regeln etc.) verstanden wurde und hilft, sich dieses besser zu merken.

+ Es wird selbst bemerkt, an welchen Stellen noch Verständnislücken sind.
+ Sehr universell und dadurch vielseitig, auf die verschiedensten Materialien und Lehrinhalte anwendbar.
+ Sorgt für tiefgreifenderes Verständnis.
- Kann als sehr aufwendig und anstrengend empfunden werden.

 

 

 

Aktives Lernen

Beim aktiven Lernen sind die Lernenden selbst aktiv und erforschen eigenständig den Lerngegenstand. Die Lehrperson hat in dem Prozess eher eine beratende Funktion und stellt die Aufgabenstellung sowie grundlegende Materialien zur Verfügung, die von den Lernenden häufig in Gruppen bearbeitet werden.

+ Motivierend
+ Förderung des grundlegenden Verständnisses, anstatt reiner Wissensaneignung.
+ Selbstständiges arbeiten, diskutieren und kritisch Hinterfragen wird gelernt.
- Ein gewisser Wissensstand sollte vorhanden sein, auf dem gut aufgebaut werden kann.
- Nicht für große Themenbereiche geeignet.
- In Gruppen besteht die Gefahr, dass schwächere Lernende sich aus der Aufgabe zurückziehen.

→ siehe im Gegensatz Passive Methoden

AHA-Moment

Der Moment, in dem man einen Lerngegenstand durch eigenständiges Erarbeiten versteht. Die Emotionen in diesem Moment erleichtern das Einprägen und das Erinnern.

+ Das Verstehen fühlt sich positiv an.
+ Bessere Erinnerungsleistung.
- Dinge, die durch ein Aha-Moment gelernt werden, werden für korrekt gehalten und häufig nicht noch einmal hinterfragt.

 

Animationen

Ein bewegtes Bild (fotografisch, oder gezeichnet), das der Erklärung eines Lerngegenstandes dienen kann. Häufig in Erklärvideos genutzt, um gesprochene Erklärungen visuell zu unterstützen.

+ Animationen führen zu einem einfacherem Verständnis und einer besserer Behaltensleistung.
- Technische Kenntnisse notwendig, um Animationen zu erstellen.
Anki

Kostenlose Lernsoftware als Ergänzung zu Sprachlern-Apps und Sprachkursen. Man kann eigene Lerninhalte auf digitalen Karteikarten erstellen und Bilder, Videos und Audios hinzufügen. Anki unterstützt bei einem lernförderlichen Wiederholungsintervall.

+ Automatisierte Wiederholungsrhythmen führen zu besserer Behaltensleistung.
+ Aktiver Abruf, Testeffekt (→ siehe auch: Testeffekt).
+ Vorgefertigte Karteikarten können genutzt werden.
- Vokabeln werden durch Anki häufig nicht im Kontext gelernt.
Apps (Sprachlern-Apps)

DuoLingo, Busuu, Babbel, Rosetta Stone sind bekannte Sprachlern-Apps und bieten eine weitere Lernmethode, um selbstständig eine Fremdsprache zu lernen, Kenntnisse aufzufrischen oder zu vertiefen.

+ Es kann immer und überall gelernt werden.
+ Erinnerungen an das Lernen durchs Programm bzw. die App.
+ Teilweise integrierte Live-Sessions und einen Zugang zu einer Community.
- Lernen durch Wiedererkennen oder Ausschlussverfahren (→ siehe auch: Multiple-Choice-Aufgaben).
- Disziplin und Zeitmanagement notwendig.
Asynchrones Lernen

Asynchrones Lernen heißt, dass Lehrinhalte zur Verfügung gestellt werden, die jederzeit und von überall gelernt werden können. So können die Lernenden nach ihrem eigenen Zeitmanagement lernen. Im Blended Learning (→ siehe Blended Learning) wird asynchrones und synchrones Lernen kombiniert.

+ Mehr Flexibilität und die Möglichkeit zum eigenen Zeitmanagement.
+ Die Lehrinhalte können beliebig oft angeschaut werden.
+ Mehr Individualisierung durch verschiedene Aufgabenformate ermöglicht.
- Eigenständiges Lernen und Selbstdisziplin gefordert.

→ Siehe im Gegensatz Synchrones Lernen

Auditives Lernen

Kinder lernen ihre Muttersprache zunächst über den auditiven Weg. Sie erlangen somit schnell ein Verständnis und ein Gefühl für die Sprache. Das auditive Lernen funktioniert auch bei Erwachsenen zu einem gewissen Teil. Melodie und Klang bis hin zu Vokabeln und einem Gefühl für die Grammatik kann durchs Hören einer Sprache gelernt werden.

+ Auditives Lernen funktioniert häufig unbewusst und daher ganz nebenbei.
+ Zu Beginn eines Lernprozesses auditiv zu lernen, sorgt für einfacheres Lernen im späteren Lernprozess.
+ Auditives Lernen kann ganz leicht nebenbei im Alltag eingesetzt werden (Radio, Musik oder Podcasts hören).
- Man hat nicht das Gefühl Fortschritte zu machen.
Aufgabenorientiertes Lernen

Aufgabenorientiertes Lernen versucht Anforderungen herzustellen, die sich auch in natürlichen Situationen wiederfinden. Aufgaben sind offene und flexible Anforderungen an den Lernenden, die ein selbstständiges Erarbeiten erfordern (→ siehe auch: Lernerautonomie). Die Lernenden bringen kontext- und inhaltsgerichtet eigene Ideen ein und lernen diese auch in Gruppen zu kommunizieren. Im Gegensatz dazu steht das Lernen durch Übungen, welches sich durch Wiederholung bestimmter grammatischer oder lexikalischer Phänomene auf den formal richtigen Gebrauch der Sprache konzentriert.

+ Vorbereitung auf reale Situationen
+ Eigene Gedanken und Interessen können eingebracht werden, wodurch wiederum die Motivation gestärkt wird.
- Im Gegensatz zu Übungen sind Aufgaben komplexer und können daher überfordernd sein. Die notwendige Hilfestellung (→ siehe auch Scaffolding) muss erfolgen.

→ Siehe im Gegensatz: Übungen

Augmented Reality (AR)

Augmented Reality, auf Deutsch auch als "erweiterte Realität" bezeichnet, beschreibt die Technologie, durch welche die physische Realität mit virtuellen Elementen angereichert wird. Mit AR können virtuelle Objekte und Informationen in die Umgebung der realen Welt integriert werden, sodass sie für den Betrachter sichtbar sind.

Die Technologie findet bereits in vielen Bereichen Anwendung. Beispiele hierfür sind beliebte Spiele wie Pokémon Go, bei denen virtuelle Kämpfe in der realen Welt mittels Smartphone-Kamera ausgetragen werden, oder die Verwendung von Snapchat-Filtern, die Gesichtern lustige oder kreative Veränderungen hinzufügen.

AR bietet jedoch nicht nur Unterhaltung, sondern auch geschäftlichen Mehrwert. Insbesondere im Marketing wird AR in verschiedenen Branchen regelmäßig eingesetzt. Zum Beispiel ermöglicht es die virtuelle Anprobe von Brillen, um Kunden die Auswahl eines Modells zu erleichtern. Ebenso kann AR im Bereich Heimwerken genutzt werden, um virtuell verschiedene Bodenbeläge, Tapeten und Möbel in der eigenen Wohnung auszuprobieren.

Im Bildungsbereich eröffnet AR neue Möglichkeiten des Lernens. Lehrende können mithilfe von AR-Apps komplexe Konzepte veranschaulichen, indem sie dreidimensionale Modelle erzeugen, die die Lernenden interaktiv erkunden können.

+ Mehrwert für Marketing und digitale Bildung.
+ AR ist interaktiv, innovativ und abwechslungsreich.
- Aufwendig in der Erstellung.

 

Augmented Reality (AR) im Sprachenlernen

Augmented Reality hat auch im Sprachenlernen Anklang gefunden und wird von innovativen Köpfen auf verschiedene Weisen in den Sprachlernprozess integriert. Diese Technologie ermöglicht es Lernenden, ihre Fremdsprachenkenntnisse auf interaktive und unterhaltsame Weise zu verbessern.

Eine Möglichkeit ist beispielsweise die lebendige Erweiterung des Wortschatzes. Durch die Verwendung von AR können Lernende in ihrer Umgebung virtuelle Schilder, Beschriftungen und Objekte sehen, die mit den entsprechenden Übersetzungen oder Definitionen in der Zielsprache versehen sind. AR ermöglicht es auch, dass beispielsweise Zoo-Tiere durch die Wohnung laufen oder virtuelle Personen auftauchen, mit denen man interagieren kann.

Der Gedanke dahinter ist, dass sich Dinge besser einprägen, wenn man sie in "realer" Umgebung gesehen hat und gleichzeitig das passende Wort lernt. Zudem gibt es Bücher, die AR nutzen, um 2D-Darstellungen mit mehr Leben zu erfüllen. Beim Scannen eines QR-Codes erscheint eine 3D-Darstellung, was nicht nur für mehr Interaktion sorgt, sondern auch die Motivation steigert, indem es Abwechslung bietet.

 

+ Verbildlichung trockener Lernmaterialien.
+ Lernen über verschiedene Sinne.
+ Mehr Motivation durch innovatives, interaktives Lernen.
- Aufwendig und teuer in der Erstellung.
- Wenige kostenlose und einfach zugängliche AR Apps.

 

 

B

Barrierefreiheit

Online-Sprachkurse ermöglichen ein Sprachenlernen für jede Person. Mit Hilfe von verschiedenen Darstellungsformen kann jede Person jederzeit lernen. Die Barrierefreiheit sollte beim Erstellen von Lernmaterialien und Lernumgebungen mit beachtet werden. Möglichkeiten sind z.B. Vorleseoption für Texte, einfache Sprache sowie Hilfestellungen für die Benutzeroberfläche oder Sprachanweisungen zu ermöglichen.

+ Teilnahme für jede Person wird ermöglicht.
- Aufwändig in der Gestaltung.

 

Blended Learning

Verknüpfung von synchronem und asynchronem Lernen sowie der Kombination aus klassischem Präsenzlernen und E-Learning. Es wird versucht die Vorteile aus allen Lernformen zu ziehen. Beim Blended Learning wird ein asynchrones E-Learning bzw. selbstgesteuerte Online Trainingseinheiten mit synchronen Präsenztreffen verknüpft.

+ Personalisiertes, flexibles Lernumfeld.
+ Selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Lernen möglich, was die Motivation erhöht.
+ Mehr aktive Sprechzeit während der synchronen Phasen.
+ Zugang zum Lernen wird erleichtert.
- Hoher Anspruch an Didaktik und Lehrqualität, daher kostenintensiv.
- Eigenverantwortliches Online-Lernen erfordert Struktur und Disziplin, nicht für jeden Lerntyp geeignet.

 

Blogs

Jede Person kann online einen Blog starten, um die eigenen Gedanken, Erfahrungen oder für sie wichtige Sachverhalte niederzuschreiben. Andere Personen können diesen kommentieren und Fragen stellen. Heutzutage hat das „Microblogging“ über Twitter oder Instagram mehr an Bedeutung gewonnen.

+ Blogs lesen, kommentieren oder sogar selbst schreiben, ist eine Aufgabe, die beim Sprachenlernen helfen kann.
+ Man nutzt die eigenen Interessen, um mit Freude zu lernen
- Keine Kontrollfunktion über Richtigkeit des Geschriebenen und Gelesenen.
 

C

Chat/ Chatprogramm

Die digitale Welt bietet uns die Möglichkeit mit allen Menschen auf der Welt, die Zugriff auf eine Internetverbindung haben, ebenso wie mit unseren Lehrpersonen oder Sprachtrainer:innen einfach und jederzeit in Kontakt zu treten. Es gibt Videochats und Voicechats in denen man das Sprechen und Hören lernen kann, sowie Chatprogramme, um Sprachnachrichten bzw. Textnachrichten hin und her zu schicken.

+ Der direkte Kontakt zu Muttersprachler:innen kann hergestellt werden.
+ Man kann seinen Sprachtrainer:innen Fragen stellen, wann immer man welche hat.
+ Eine meist sehr schnelle Art der Online-Kommunikation.
- Einigermaßen schnelles Tippen und geringfügige technische Kenntnisse sollten die Lernenden mit sich bringen.

 

 

Chatbot

Ein Chatbot ist eine Anwendung, die künstliche Intelligenz verwendet, um mit Menschen zu kommunizieren. Häufig werden Chatbots dafür verwendet Fragen zu stellen, auf die das System antwortet. Beim Sprachenlernen kann ein Chatbot verwendet werden, um Gesprächssituationen in einer Fremdsprache zu trainieren. Dabei können sowohl Text- als auch Audioeingabe verwendet werden.

+ Durch Chatbots können jederzeit und von überall Konversationen auf einer Fremdsprache geführt werden.
+ Man bekommt direktes Feedback auf die geschriebenen oder gesagten Dinge.
+ Es können Gesprächssituationen im Arbeitskontext trainiert werden.
- Auch wenn sich die künstliche Intelligenz stetig weiterentwickelt, kann sie aktuell noch fehlerbehaftet sein.
- Das Gespräch gleicht noch nicht dem mit einer reellen Person.
ChatGPT

ChatGPT ist ein Sprach-KI-Modell, das auf der GPT-3.5-Architektur („Chatbot Generative Pre-trained Transformer“) basiert. Die Benutzer:innen können per Texteingabe menschenähnlich mit dem Computer kommunizieren. Als OpenAI-Modell verzeichnet der KI-basierte Service bereits eine breite Nutzer:innenbasis auf der ganzen Welt und wird in vielfältiger Weise und in unterschiedlichen Berufsgruppen eingesetzt. Im Sprachenlernen wird ChatGPT bereits auch als Tool genutzt, um ohne „echten Partner oder Partnerin“ zu lernen und ebenso als gewinnbringende Ressource beim Erstellen von Lerninhalten für Trainer:innen.

+ Direktes Feedback, schnelle Antworten.
+ Im Sprachenlernen ist es eine gute Ergänzung zum Alleinlernen.
+ Es können Gesprächssituationen, Grammatik, Wortschatz etc. trainiert werden.
- Auch wenn sich die künstliche Intelligenz stetig weiterentwickelt, kann sie aktuell noch fehlerbehaftet sein.
- Die Qualität der Sprachdaten variiert je nach Sprache.

Ausführlichere Infos dazu: hier

Chatiquette

Chatiquette, abgeleitet von Netiquette, sind Verhaltensrichtlinien, die es in einem Chat zu beachten gilt. Wichtige Punkte sind beispielsweise ein vernünftiger Umgang miteinander, keine Beleidigungen Verleumdungen, oder Äußerungen, die sexistischer oder rassistischer Art sind.

Communicative language teaching

Das Ziel hinter dem kommunikativen Sprachenlehren, ist, dass die Fähigkeit zu Kommunizieren gelernt wird. Die Lernenden kommunizieren untereinander und mit der Lehrperson. Es können beispielsweise Rollenspiele, Gruppenarbeiten oder Aufgaben zum Sammeln von Informationen durch Kommunikation mit den Mitlernenden genutzt werden.

+ Man verliert die Hemmungen für eine Konversation in der Fremdsprache.
+ Viel praktische Anwendung.
+ Auf konkrete Situationen und Szenarien (Gebrauch der Sprache bei der Arbeit, beim Reisen o.Ä.) anwendbar.
- Nur geeignet, wenn der Fokus auf den mündlichen Gebrauch der Sprache liegen soll.

 

Computer-Based Training (CBT)

Beim CBT werden Lernmaterialien über den Computer zur Verfügung gestellt und sind damit multimedial und einfach zugänglich. Ein CBT ist so aufgebaut, dass alle Lerninhalte selbst erarbeitet werden können, es ist also keine Lehrperson notwendig.

+ Die Lernmaterialien stehen jederzeit zur Verfügung und können auch offline am Computer genutzt werden.
+ Durch die Multimedialität können alle Lernenden für sich entscheiden, wie sie am besten lernen.
- Es müssen Grundkenntnisse am Computer vorhanden sein.

Siehe auch Web-based Training (WBT) / Mobile-based Training (MBT)

Content Sharing Plattformen

Inhalte wie Videos, Fotos, Dokumente oder Audiodateien können hier verbreitet werden. Es gibt vier Kategorien:

  • Video Sharing Plattformen wie youtube.com, Myvideo.de, Clipfish.de
  • Photo Sharing Plattformen wie Pinterest.com, Flickr.com, Instagram
  • Presentation Sharing Plattformen wie slideshare.net, Scribd.com
  • Text Sharing Plattformen wie Twitter, Reddit, Tumblr
Content and language integrated learning

Inhalte werden auf einer anderen Sprache als der Muttersprache vermittelt. Dadurch wird zeitgleich eine Sprache sowie ein Inhalt gelernt.

+ Das Sprachenlernen läuft so eher nebenbei ab.
+ Man lernt direkt Vokabular, das besonders wichtig für das Arbeits- oder Interessensgebiet ist.
- Nicht für jede Niveaustufe geeignet.
 

D

DeepL

DeepL ist ein KI-basierter (→ siehe auch KI und KI im Sprachenlernen) Übersetzer. Die künstliche Intelligenz wird mit einer sehr großen Menge an Daten trainiert und lernt aus den Informationen richtige Schlüsse zu ziehen. Das heißt für einen Übersetzer, wie DeepL, die richtige Übersetzung rauszugeben. Man kann einzelne Wörter bis hin zu ganzen Dokumenten übersetzen. In der kostenlosen Version sind diese allerdings auf eine bestimmte Wortzahl begrenzt.

+ Verbessert sich kontinuierlich selbst und lernt dazu.
- Die Technik ist noch nicht gut genug, um die Dinge zwischen den Zeilen zu übersetzen. Dafür braucht es menschliche Übersetzer:innen

 

Digitale Live Session

Online-Training bei dem eine Gruppe aus Lernenden zeitgleich zusammenkommt, um einen Lerngegenstand zu bearbeiten.

+ Bei der Digitalen Live Session kann der Präsenzunterricht auf ein Onlineformat gebracht werden.
+ Es ist nicht mehr notwendig, dass alle in der gleichen Gegend wohnen und der Zeitaufwand für die Wege entfallen.
+ Diskussions- und Fragerunden können stattfinden, als würde man sich gegenüberstehen.
- Eine gute und stabile Internetverbindung ist gefordert.
- Der kommunikative Rahmen ist ein anderer als in Präsenz.
Diskussionen

Diskussionen führen dazu, dass Menschen kommunizieren, sich austauschen und ihre Sprachfähigkeit verbessern. Eine Diskussion zu einem Thema, kann man in jedes Lernen einbringen, da sie dazu führt sich tiefergehend mit etwas auseinanderzusetzen. Im Sprachenlernen fördert es zudem die Nutzung von themenspezifischem Vokabular. 

+ Kommunikationsfähigkeit und Vokabular werden trainiert.
+ Sprechhemmungen werden abgebaut.
- Zum Sprachenlernen erst ab einer bestimmten Niveaustufe geeignet.
Diversity Management

Das Diversity Management eines Unternehmens beschreibt wie aktiv die Vielfalt der Mitarbeitenden gewertschätzt, gefördert und genutzt wird, um ein inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen und den Geschäftserfolg zu steigern.

Ein gutes Diversity Management kann die Produktivität und Kreativität in einer Organisation steigern, indem die Unterschiede der Mitarbeitenden genutzt und gefördert werden.

Durch die inklusive Kultur kann die Fluktuation gering gehalten werden. Mitarbeitende werden motiviert und an das Unternehmen gebunden, was letztendlich zu besseren Geschäftsergebnissen führt.

Diverse Teams und Belegschaften gelten nachweislich als leistungsfähiger, vorausgesetzt die Kommunikation im Team funktioniert so gut, dass sich das Potential der Mitarbeitenden voll entfalten kann. Die gute Kommunikation kann durch Interkulturelle Trainings und Sprachtrainings geschaffen werden.

+ Steigerung der Produktivität und Kreativität
+ Geringere Fluktuation und motiviertere Mitarbeitende
- Für ein erfolgreiches Diversity Management ist Engagement der Führungskräfte notwendig.
 

E

E-Book

E-Books sind eine gute Möglichkeit um Kursmaterialien allen Teilnehmenden zur Verfügung zu stellen. Zu den, auch früher im Kursbuch, enthaltenen Materialien können sie nun Links zu Audio-/ und Videodateien beinhalten. E-Books können mit einem zusätzlichen E-Book-Reader oder einfach auf dem PC geöffnet werden. Einige E-Book-Reader haben zudem integrierte (Offline-)Wörterbücher.

+ E-Books können direkt zur Verfügung gestellt werden. Die Wartezeit auf den Bücherkauf oder das Zusenden entfällt.
+ Verknüpfungsmöglichkeiten zu weiteren multimedialen Inhalten.
- Um eigene Notizen hinzuzufügen, müssen die richtigen Programme installiert sein, und ein wenig technische Kompetenz ist notwendig.
E-Learning

Eine Form des Lernens, bei der elektronische oder digitale Medien eingesetzt werden. Die Medien können sowohl für die Bereitstellung von Lernmaterial als auch zur Unterstützung der Kommunikation oder der Organisation dienen. Digitale Lernspiele (→ siehe Game-based-learning), Simulationen (→ siehe Simulationen) und Lernplattformen (→ siehe Lernplattform) erleichtern beispielsweise den asynchronen Lernprozess. Tools zum Videochatten (→ siehe Virtueller Klassenraum) sorgen für eine einfache Online-Kommunikation.

+ E-Learning bietet mehr Möglichkeiten Inhalte multimedial zu präsentieren, wodurch das Lernen erleichtert werden kann.
+ Das Lernmaterial kann einfacher individualisiert werden, es ist interaktiver und kann Zeit- und Ortsunabhängig angeschaut werden.
- Grundlegendes technisches Wissen muss vorhanden sein.
- Mehr Selbstdisziplin erforderlich.
E-Portfolio

Eine digitale Sammelmappe, die Arbeitsergebnisse und Reflektionen des Lernfortschritts beinhaltet. Durch zusätzliche Kommentar- und Feedback-Funktionen zeigt sich im E-Portfolio der Lernverlauf. Es können auch verschiedenste digitale Medien, zur Dokumentation, Reflektion oder Präsentation des Lernfortschritts hinzugefügt werden.

+ Unterstützt Lernende in ihrer Autonomie.
+ Der Fokus wird auf den Lernprozess gelenkt und liegt weniger nur in den Ergebnissen.
+ Erleichtert lernförderliche Prozesse wie z.B. sich selbst Lernziele zu setzen, das Lernen zu überwachen und Feedback zu bekommen.
- Durch technische Anforderungen ist eine Einarbeitungszeit notwendig.
- Neigung zu Selbstdarstellung statt ehrlicher Reflektion.
- Schwierigkeit einzuschätzen welche Materialien gesammelt werden sollten.
Educational Technology (EdTech)

Die Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und Medien im Kontext von Lehre und Lernen. Die Nutzung ist dabei stets mit dem Ziel verbunden, Lehr-Lernprozesse zu unterstützen und Lernende dazu zu befähigen, ihr Wissen sowie ihre Kompetenzen und Fähigkeiten situationsbezogen erfolgreich anzuwenden. Educational Technology umfasst Technologien zur Planung, Entwicklung, Realisierung und Evaluierung von Lehr- und Lernprozessen.

Einzelarbeit

Einzelarbeit wird üblicherweise dann eingesetzt, wenn es wichtig ist, dass jede:r Lernende sich Themen selbst erarbeitet oder die vorgegebenen Ziele selbständig erreicht oder wenn ein tiefgehendes Verständnis in bereits erarbeiteter Themen erreicht werden soll.

+ Selbstbestimmung der Lerngeschwindigkeit und der konkreten Lerninhalte.
- In synchronen Formaten kann besonders bei Einzelarbeiten die unterschiedliche Lerngeschwindigkeit zu Problemen führen.
- Individualisierung der Lehrinhalte bei Einzelarbeit besonders wichtig.

 

Evaluation

Den bisherigen Lehr- und Lernprozess betrachten und auswerten. Das hilft die Nützlichkeit verschiedener Lehr- und Lernmethoden zu kennen und diese für den weiteren Verlauf des Lernprozesses anzupassen.

+ Lernprozesse können optimal angepasst werden, um einen größeren Lernerfolg zu erzielen.
+ Qualitätskontrolle.
- Wahl sinnvoller Evaluationsformen schwierig, da Nützlichkeit, Kosten und Effizienz abgewogen werden muss.
 

F

Fachsprache

Die Fachsprache ist eine branchen- und jobspezifische Sprache. In jedem Bereich wird ein unterschiedliches Vokabular und verschiedene Sprachhandlungen benötigt. In den Sprachkursen zur Fachsprache orientiert sich der inhaltliche Fokus an der Zielgruppe bzw. der jeweiligen Branche, in der die Teilnehmenden arbeiten. Das Wording wird angepasst und in jobspezifischen Sprachhandlungen trainiert.


ABC bietet folgende Fachsprachenbereiche an: Medizin / Pflegepersonal / EDV / Flugbegleitung / Transport / Bankwesen / Qualitätssicherung / Handel & Vertrieb / Logistik / Produktion / HR / Marketing / Vertrieb / IT

False Friends

False Friends (dt. Falsche Freunde) sind Wortpaare aus zwei verschiedenen Sprachen, die zwar gleich klingen und/oder aussehen, aber etwas völlig anderes bedeuten.

Man unterteilt die falschen Freunde in:

  • Orthografische falsche Freunde: Diese false friends sind mit Hinblick auf mögliche Verständnisprobleme noch verhältnismäßig harmlos. Es handelt sich hierbei lediglich um Wörter, deren Schreibweise aus der Herkunftssprache übernommen wurde. Ein Beispiel für orthografische falsche Freunde ist Likör/liqueur.
  • Phonologische falsche Freunde: Die Phonologie befasst sich mit der Aussprache von Wörtern. Kombiniert mit den false friends ergeben sich hieraus fremdsprachliche Begriffe, deren Aussprache (in unserem Fall) an das Deutsche angelehnt wird. Die Gefahr von Missverständnissen ist hier schon deutlich höher als bei den orthografischen falschen Freunden.
  • Semantisch falsche Freunde: Semantische false friends haben eine ähnliche Form, aber eine unterschiedliche Bedeutungsstruktur, die sich häufig auf der Stilebene findet. Ein gutes Beispiel hierfür ist das englische vote und das deutsche Votieren. Während der englische Begriff dem alltäglichen Sprachgebrauch zugeordnet werden kann, handelt es sich beim Deutschen durchaus um einen gehobenen Ausdruck. Die „richtige“ Übersetzung von vote, die der gleichen Stilebene entspricht, ist das schlichte Wählen. Andersherum verhält es sich übrigens beim Job. Während dieser im englischen Sprachgebrauch einen recht hohen Stellenwert genießt, wird er im Deutschen immer noch gern etwas degradierend (im Gegensatz zu Beruf) verwendet. Hier ist jedoch eine Veränderung der Konnotation zu bemerken.
  • Absolute falsche Freunde: Dieser Gruppe gehören die berühmtesten false friends an. Gemeint sind formähnliche Wortpaare, die auf den ersten Blick den Anschein erwecken, die korrekte Übersetzung zu sein, aber absolut unterschiedliche Bedeutungen haben.
Feedback

Es gibt verschiedene Arten des Feedbacks.

  • Beim Peer-Feedback geben die Mitlernenden Rückmeldung.
    • Hierbei lernen beide Seiten.
    • Die Qualität des Feedbacks ist jedoch sehr abhängig vom Kenntnisstand des Peers.
  • Beim Expert:innen-Feedback gibt eine Person Feedback, die sich in dem Gebiet besonders gut auskennt.
    • Die Qualität des Feedbacks ist so meist sehr hoch.
    • Es sind jedoch meistens nicht ausreichend Expert:innen vorhanden um jederzeit für ein schnelles Feedback jemanden zur Verfügung zu haben.
  • Beim automatisierten Feedback wird die Rückmeldung von einem Programm generiert.
    • Die Rückmeldung kommt dadurch sehr schnell und direkt.
    • Das Programm kann aber ggf. nicht alle Facetten berücksichtigen.

Eine Rückmeldung zum Erarbeiteten und zum persönlichen Fortschritt ist sehr wichtig um die Motivation zu steigern und aus den Fehlern lernen zu können. Beim aktiven Sprechen einer Sprache erhält man dauerhaft ein Feedback. Die Reaktionen des Gegenübers zeigen, ob die Ausdrucksweise und Aussprache verständlich ist und die Antworten des Gegenübers zeigen einem fehlerhafte Ausdrücke auf.

Fernlernen

An Kursen online teilnehmen, von egal welchem Ort. Die Kurse können sowohl asynchron als auch synchron mit Live-Sitzungen sein.

+ Flexibilität, da das Lernen nicht Orts- und ggf. auch nicht Zeitgebunden ist.
+ Erleichtert die berufliche oder persönliche Weiterbildung.
- Das alleine, von Zuhause, lernen kann demotivierend wirken.

→ siehe im Gegensatz Präsenzlernen

Flipped Classroom / Inverted Classroom

Eine Methode aus dem Blended Learning, bei der der klassische Lernprozess umgekehrt wird. Inhalte werden selbst erarbeitet und vertiefende Aufgaben gemeinsam im Kurs bearbeitet.

+ Jede Person kann in der eigenen Geschwindigkeit die Lehrinhalte lernen.
+ Die Anwendung des Gelernten findet zunächst mit Unterstützung einer Lehrperson statt.
- Die Lernenden müssen außerhalb des Live-Unterrichts Zeit für Vorbereitungsaufgaben aufbringen.
Flow-Erlebnis

Ein Flow-Erleben ist ein Zustand des vollkommenen Aufgehens in einer Tätigkeit. Die Person ist in dem Moment mit der ganzen Aufmerksamkeit bei der Aufgabe und fühlt sich weder unter- noch überfordert. Es tritt ein, wenn eine Tätigkeit optimal an eine Person angepasst ist, die Herausforderung also mit den Fähigkeiten der Person übereinstimmen. Er kann also durch individualisierte Lehrmaterialien erreicht werden.

+ Optimaler Zustand um effektiv und mit Freude zu lernen.
+ Durch den Flow-Zustand entsteht ein gutes Gefühl beim Lernen.
- Es ist schwierig genau den Schwierigkeitsgrad zu erreichen, dass das Flow-Erlebnis eintritt.
Forum

Asynchrones Kommunikationsmedium. Zu verschiedenen Themen können Dinge gefragt und kommentiert werden. Unterschieden wird in offene Foren, auf die alle Menschen zugreifen können und geschlossene Foren, die für bestimmte Zwecke genutzt werden und nur von Mitgliedern einer Gruppe genutzt werden können. Eine Sprachlerngruppe kann beispielsweise ein gemeinsames geschlossenes Forum nutzen, in dem Fragen zu Inhalten gestellt werden können. Somit werden Mitlernende sowie Trainer:innen gleichzeitig angesprochen und können reagieren. Eine weitere Unterscheidung liegt in unmoderierten und moderierten Foren. Viele Organisationstools (→ siehe Tools) beinhalten eine Forumsfunktion.

+ Man kann seine Fragen zu jeder Zeit und von jedem Ort stellen.
+ Bei Fragen zur Sprache können in öffentlichen Foren Muttersprachler:innen reagiere.
+ Eine große Gruppe an Menschen wird gleichzeitig angesprochen.
- Es kann manchmal einige Zeit dauern, bis man eine Antwort erhält.
Fremdsprache

Fremdsprachen sind alle Sprachen, die man nicht als Kind zur alltäglichen Kommunikation erlernt. Sie werden also durch bewusstes Lernen - in einem Kurs, in der Schule oder autodidaktisch mithilfe von Apps, Programmen o.Ä. gelernt. Im Deutschen gibt es den Begriff DaF (Deutsch als Fremdsprache) dafür.

 

G

Gamification

Gamification ermöglicht es eine Sprache spielerisch zu lernen. Spieltypische Elemente werden in den Lernprozess eingebaut, um dadurch die Motivation zu steigern und zu einem regelmäßigeren Lernen zu führen. Typische Gamifizierungen sind Belohnungen durch Punkte oder Preise und Vergleiche mit Mitlernenden, die zu einer Motivationssteigerung führen. Automatisierte Feedbacks können in das spielerische Lernen integriert werden, um zu schnelleren Lernerfolgen zu führen.

+ Erhöht die Lernbereitschaft
+ Höhere Motivation durch Belohnungen und Wettkampfcharakter.
- Gefahr von zu großer Entfernung von der Realität.
Game-based Learning

Beim Game-based Learning werden Serious/Educational Games zum Lernen verwendet. Durch diese Spiele können Lerninhalte durch selbstständiges Entdecken gelernt werden. Diese können sowohl digital als auch analog sein.

Digital: Role-Player-Games, Quiz/Webquest, Simulationen

Analog: Gruppenspiele wie „Wer bin ich?“, Tabu, Scharade, Hot-Seat oder kompliziertere Rollenspiele, die politische Diskussionen, Unternehmensgründungen o.Ä. nachstellen.

+ Erhöht die Motivation zum Lernen.
+ Bietet viel Interaktivität. Lernmaterialien werden direkt angewandt und vertieft.
+ Es kann konkret auf bestimmte Situationen vorbereitet werden und im Sprachenlernen angepasstes Vokabular nebenbei vermittelt werden.
- Aufwendige Erstellung der (digitalen) Lernspiele.

 

Gehirngerechtes Lernen

Mit vielen alten Methoden wird unser Gehirn beim Lernen überfordert, oder hat Probleme Verknüpfungen zu erstellen und dadurch Wissen zu speichern. Um einfacher und nachhaltiger zu lernen, sollte unser Lernen gehirngerecht sein. Erreicht werden kann das durch folgende Punkte:

  • Individuelle Lernprozesse: Unser Gehirn braucht einen guten Grad zwischen Unter- und Überforderung.
  • Interesse und Bedeutsamkeit: Ein persönliches Interesse am Lerngegenstand und am Lerneffekt sorgt für eine größere Lernleistung.
  • Struktur und Emotionalität: Das Lernmaterial sollte strukturiert sein und viele Sinne und unsere Emotionen ansprechen.
  • Zeit und Ruhe: kurze Lernintervalle, dem Gehirn genug Schlaf, Pausen und Ruhe geben.
  • Bewegung: Bewegung hilft dem Gehirn, wichtige Verknüpfungen aufzubauen und die Konzentrationsfähigkeit zu stärken.
Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) bietet eine Vergleichbarkeit verschiedener Sprachniveaus innerhalb einer Fremdsprache. Es wurden sechs Niveaustufen entwickelt, nach denen das Sprachniveau einer Person klassifiziert werden kann.

A1 – Anfänger

A2 – Grundlegende Kenntnisse

B1 – Fortgeschrittene Sprachverwendung

B2 – Selbstständige Sprachverwendung

C1 – Fachkundige Sprachkenntnisse

C2 – Annähernd muttersprachliche Kenntnisse

Geschäftssprache

Die Geschäftssprache bezieht sich auf eine praxis- und businessorientierte Sprache. Tätigkeitsbezogene Fertigkeiten wie „Telefonieren“, „geschäftliche Korrespondenz“, „Vortragen“, „Grammatik für Wirtschaftsdeutsch“ oder „Verhandeln“ sind Teil dessen und werden in den Sprachkursen zur Geschäftssprache vermittelt.

Grammar Checker

Geschriebene Texte können online direkt auf grammatikalische Fehler untersucht werden, ohne auf das Feedback einer Lehrperson warten zu müssen. 

+ Direktes Feedback zu geschriebenen Texten.
+ Implementierte Hinweise zu Grammatikregeln, die wiederholt werden sollten.
- Feedback kann fehlerbehaftet sein.
- Nicht für alle Sprachen ausreichend ausgearbeitet.
 

H

Hybrides Lernen / Hybride Lehrveranstaltung

Die Mischung aus Live Online- und Präsenz-Lernformen. Eine Veranstaltung findet beispielsweise in Präsenz statt, wird aber gleichzeitig virtuell übertragen. Hybrides Lernen wird auch als eine Unterform des Blended Learning verstanden.

+ Jede Person kann örtlich ungebunden an der Veranstaltung teilnehmen.
- Die Zeit ist nicht frei einteilbar.
- Häufige Schwierigkeit der Umsetzung bei Diskussionsrunden.
 

I

Individualisiertes Lernen

Jede:r Lernende wird auf seinem Wissensstand abgeholt und individuell gefördert. Für ein effektives Lernen ist es wichtig die Persönlichkeit, Leistungsfähigkeit und die Interessen einer jeden Person mit einzubeziehen. Beim Individualisierten Lernen kann sich jede Person die Zeit lassen, die sie braucht und nach eigenen Bedürfnissen und Vorlieben lernen. Der Grad der Individualisierung kann variieren, je nachdem ob Formate, Methoden, oder auch Lernziele voneinander abweichen. Das Digitale Lernen (→ siehe E-Learning), besonders in Flipped-Classroom-Formaten (→ siehe Flipped Classroom) ermöglicht Individualisierung besonders gut. Verwandte Begriffe für das Individualisierte Lernen sind auch differenziertes, personalisiertes und adaptives Lernen.

+ Individualisierung führt zu größerem Lernerfolg und höherer Motivation
- Größerer Aufwand in der Aufgabengestaltung
Interaktive Lernvideos

Interaktive oder auch spielorientierte Lernvideos beinhalten Verständnisfragen oder Quiz am Ende oder mitten in einem Lernvideo.

+ Sie bieten die Möglichkeit das eigene Verständnis des Gesehenen zu überprüfen,
+ Individualisierung durch Wiederholungs- und Einstufungsmöglichkeiten.
+ Bessere Erinnerungsleistung durch Abruf des Gesehenen.
Interaktivität

Miteinander interagieren und kommunizieren ist wichtig beim Sprachenlernen. Aufgaben sollten so gestaltet sein, dass eine Interaktion besteht und die Lernenden selbst aktiv werden müssen. Digitale Lernprogramme und Online-Lernumgebungen bieten viele Chancen zur Interaktion. 

+ Selbst denken, handeln und ausprobieren bringt einen größeren Lernerfolg.
+ Interaktivität in Aufgaben zu bringen, sorgt für weniger Langeweile.
Interkulturelles Training

Interkulturelles Training zielt darauf ab, Menschen dabei zu unterstützen, erfolgreich in interkulturellen Umgebungen zu agieren und effektiv mit Menschen aus verschiedenen kulturellen Hintergründen zu interagieren. Es dient dazu, das Verständnis für kulturelle Unterschiede zu vertiefen und die Fähigkeiten zur interkulturellen Kommunikation und Zusammenarbeit zu entwickeln.

Zum interkulturellen Training gehört die Kulturvermittlung, sowie eine Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede. Zudem werden Kommunikationskompetenzen ausgebaut, um in verschiedenen interkulturellen Settings ein erfolgreiches Geschäft führen zu können.

Interkulturelles Training bereitet auf die Arbeit in interkulturellen Teams vor und unterstützt die Kommunikation mit Geschäftspartnern aus aufstrebenden Märkten wie China und Indien.

+ Interkulturelles Training steigert den wirtschaftlichen Erfolg.
+ Missverständnisse mit internationalen Mitarbeitenden sowie Geschäftspartnern können vermieden werden.
Instant Messaging

Das Kommunizieren über Messagerdienste, bei denen die Nachricht ohne Verzögerung bei der anderen Person ankommt. Instant Messagerdienste sind beispielsweise Whatsapp, Telegram, oder auch Chatfunktionen auf Sprachlernwebsites wie Babbel oder Busuu.

+ Beim Sprachenlernen kann Instant Messaging verwendet werden, um Fragen zu stellen, oder um mit Menschen in der zu lernenden Sprache zu kommunizieren.
+ Direkte Kommunikation, kaum Zeitverzögerung.
+ Schriftsprachgebrauch wird trainiert.
- Sehr alltagssprachliche Kommunikation, keine Überprüfung auf Richtigkeit.
Instruktionsdesign

Die systematische Planung von Lernumgebungen und Lernmaterialien. Dabei wird im vorhinein geplant welche Lernziele es gibt, wie an das Vorwissen angeknüpft werden kann, welche Lernmaterialien verwendet werden, auf welche Art und Weisen gelernt werden soll und wie der Lernprozess am Ende ausgewertet werden kann.

Intensivkurse

Ein Kurs, der kompakt, über zwei, vier oder sechs Wochen, stattfindet.

+ Schnelleres Lernen, viel Wiederholung.
+ Gute Vorbereitung, wenn die Sprache durch einen Auslandsaufenthalt o.Ä. in der folgenden Zeit viel verwendet wird.
- Kann überfordernd sein, die notwendige Zeit muss vorhanden sein, Lerngegenstand muss im Anschluss weiterverwendet werden, ansonsten hohe Vergessensrate.
Intelligent tutoring system

Ein Programm, das einen Tutor simuliert, der direktes Feedback und auf die Lernenden angepasste Aufgabenstellungen übermittelt. 

+ Individualisiertes Lernen.
+ Direktes und konkretes Feedback.
- Entwicklung der Technologie in einigen Fällen noch nicht ausreichend.
Interaktives Lernen

Im Gegensatz zum traditionellen Frontalunterricht ist das Interaktive Lernen ein Ansatz, an dem die Lernenden teilhaben. Die Lehrperson wird mehr zu einer Begleitperson, die den Lernprozess unterstützt. Es gibt zwei Arten wie Interaktives Lernen aussehen kann: Online durch z. B. digitale interaktive Lernumgebungen oder in Präsenz durch z. B. Gruppendiskussionen und Gruppenarbeiten.

+ Aktivität der Lernenden führt zu einem größeren Lerneffekt.
+ Mehr Motivation beim Lernen.

 

Interaktives Whiteboard

Eine interaktive digitale Tafel. Per Beamer können Inhalte vom Computer übertragen und handschriftlich ergänzt werden. Ebenso können Notizen zum Beispiel bei Diskussionen verfasst werden und diese im Anschluss auf dem Computer abgespeichert und auf Lernplattformen (→ siehe Lernplattform) übertragen werden.

+ Unterstützt kollaboratives Lernen und interaktive Aktivitäten.
+ Vereinfacht die Anwendung digitaler Lerninhalte.
- Teuer in der Anschaffung und Wartung.
- Mögliche technische Probleme.
 

K

KI (Künstliche Intelligenz)

Als Teilgebiet der Informatik ist die KI eine empirische Disziplin, die sich mit der Erforschung von intelligenten Computersystemen – die ähnlich dem Menschen selbstständig und effizient Probleme lösen können – befasst. Die KI basiert vor allem auf der Verarbeitung von sehr großen Datenmengen und intelligenten, lernfähigen Algorithmen.

KI im Sprachunterricht

Heute kann man sich per KI-gesteuerter Universalübersetzung multilingual verständigen. Aber nur, wenn es um den Austausch von reinen Informationen geht, denn bisher verfügt die KI nicht über ein Verständnis für Emotionen wie Ärger, Wut oder Begeisterung. Zudem kann KI für Feedbackfunktionen (→ siehe Feedback), Spracherkennungssysteme (→ siehe Spracherkennung), Übersetzungen (→ siehe DeepL) und Chatbots (→ siehe Chatbots) genutzt werden. Zudem wird KI in Sprachlernprogrammen eingesetzt, um den Lernenden die richtigen Lernreize zur richtigen Zeit zu geben, sodass sie besonders effizient lernen können.

+ Sprachtrainer:innen werden entlastet, das Lernen von Zuhause wird effektiver.
+ Als Ergänzung, um simple Dinge zu wiederholen, durchaus sehr effektiv, da die programmierten Reaktionen motivierend wirken können.
- Die Antwortoptionen und mögliche Reaktionen müssen einprogrammiert werden, wenn jemand also kreativ antwortet, können viele KI's darauf nicht reagieren.
- Als Ergänzung sinnvoll, durch die sozialen und kommunikativen Faktoren, kann KI jedoch (noch) keine Sprachtrainer:innen ersetzen.
Konsolidierung

Gelerntes muss im Gedächtnis gefestigt werden. Nach der Aufnahme von Informationen braucht das Gehirn Ruhe, um das Gelernte zu festigen. Diese Festigung nennt man Konsolidierung. Das passiert ganz automatisch, zum Beispiel beim Schlafen. Dadurch wird deutlich, wie wichtig es ist, sich Ruhe und genug Schlaf zu nehmen, wenn man Neues lernen möchte. Je besser die Konsolidierung, desto besser kann das Gelernte wieder abgerufen werden.

Kooperatives Lernen / Kollaboratives Lernen

Lernende sollen durch Zusammenarbeit gemeinsam und in Eigenverantwortung Lösungen für komplexe Problemstellungen erarbeiten. Die Lernenden unterstützen sich gegenseitig und erarbeiten gemeinsam Ergebnisse. Die Aufgaben und Rollen beim kooperativen Lernen sind meistens sehr genau verteilt. Beim kollaborativen Lernen wird die Organisation zum Großteil den Lernenden überlassen.

+ Das Wissen und die Kompetenzen jedes Einzelnen können genutzt werden. Dabei entsteht ein aktiver Lernprozess.
+ Nebenbei werden Eigeninitiative und Kooperation, sowie ein gutes Sozialverhalten geschult.
 

L

Learning Analytics

Das Erheben, Aggregieren, Analysieren und Auswerten von Daten über Lernende und ihren Lernkontext. Dazu gehören Lernkontrollen und Tests zum aktuellen Lernstand. Die Interaktion der Lernenden mit den Lernmaterialien wird überprüft und angepasst. Im Digitalen übernehmen Algorithmen die Auswertung.

+ Man gewinnt Einblicke in die Fähigkeiten und das Lernverhalten.
+ Die Erkenntnisse können zur Verbesserung der Lehr-Lernprozesse und des Lehr-Lernerfolgs herangezogen werden.
LearningApps (Tool)

LearningApps ist eine webbasierte Anwendung, auf der verschiedene Lernquiz erstellt und geteilt werden können. Es gibt zu allen möglichen Themengebieten, so auch einigen Sprachen, fertige Quiz, die zum Selbstlernen verwendet werden können. Als Sprachtrainer:in kann man hier eigene Quiz erstellen. Dafür kann bspw. ein Zahlenstrahl, Multiple Choice Fragen, Lückentexte, Zuordnungsaufgaben und vieles mehr verwendet werden.

+ Spielerisches Lernen (→ siehe Gamification).
+ Wirkt auflockernd und motivierend.
+ Kann sowohl im Onlineformat als auch in der Präsenzlehre, sowie synchron und asynchron verwendet werden.
- Qualität der vorgefertigten Quiz nicht überprüft.
Lebenslanges Lernen

Unser Gehirn braucht ein regelmäßiges Training, um fit zu bleiben. Lernen wir ein Leben lang, bietet das unserer mentalen Gesundheit Vorteile und kann uns in unserem Beruf und unserer Persönlichkeit weiterbringen.

+ Sowohl die Unternehmen als auch die Mitarbeiter:innen profitieren vom lebenslangen Lernen in Form von Zusatzqualifikationen, Weiterbildungen, etc.
- Lernbereitschaft der Mitarbeitenden muss vorhanden sein.
Lernende

Lernende von heute möchten Lernangebote, die mobil, nach Bedarf verfügbar, personalisiert, kooperativ und zielgerichtet sind und es dem oder der Lernenden ermöglicht eigene Entscheidungen zu treffen und dem eigenen Lerntempo entsprechend Inhalte zu verarbeiten (→ siehe Lernerautomonie). Lernende brauchen zusätzliches Material wie Videos, Artikel, Podcasts, Apps etc.

Lernerautonomie

Lernende sollen selbst über Ziele, Inhalte, Methoden, Evaluationsformen sowie das zeitliche und räumliche Umfeld bestimmen. Durch E-Learning (→ siehe E-Learning) und asynchrone Formate (→ Asynchrones Lernen) wird diese Selbstbestimmung im Lernen erleichtert. Sprachtrainer:innen werden mehr zur unterstützenden Funktion, indem sie autonomiefördernde Unterrichtsmaßnahmen einleiten wie z.B. Lernstrategien zu vermitteln (→ siehe Lernstrategien).

+ Jede:r Lernende kann auf die Art und Weise, mit dem zeitlichen Umfang und den Methoden lernen, die für ihn/sie am besten sind und sich in den Alltag integrieren lassen.
+ Durch Autonomie wird die intrinsische Motivation gefördert. Eine grundlegende intrinsische Motivation zum Lernen muss allerdings von vorn herein vorhanden sein.
- Ein Grundwissen an Lernstrategien und weiteren lernrelevanten Faktoren sollte vorhanden sein.
Lerngemeinschaften

Die Vernetzung in einer Lerngemeinschaft ist dafür da gemeinsam Aufgaben zu bearbeiten oder an einem gemeinsamen Lernziel zu arbeiten. Ziel ist es, einen größeren Wissensumfang zu erreichen und voneinander lernen zu können. Wichtig dabei ist eine freiwillige Teilnahme, die zu einer größeren Motivation in der Gruppe führt und damit zu neuem Wissensaufbau. Lerngemeinschaften können sowohl virtuell, als auch in Person zusammen lernen.

+ Möglichkeit zur Kommunikation, zum Austausch und zum gegenseitigen Unterstützen.
+ Motivationsfördernd.
- Ohne die Motivation zur aktiven Beteiligung, sinkt das Lernpotenzial.
- Effektivität der Lerngemeinschaft ist abhängig von den Persönlichkeiten und dem Leistungsstand der Lernenden.
Lernkultur

Die Lernkultur sind die Rahmenbedingungen in denen Lehr-, Lern- und Arbeitsprozesse stattfinden. Für eine gute Lernkultur spielt das Setting, der Umgang miteinander sowie Kooperations- und Kommunikationsebenen eine wichtige Rolle. Mit den sich durch den technischen oder demografischen Wandel kontinuierlich ändernden Arbeitsbedingungen, wächst die Bedeutung einer guten Lernkultur in Unternehmen und Organisationen.

+ Ein Unternehmen ist wettbewerbsfähiger, wenn es eine gute Lernkultur hat.
+ Eine gute Lernkultur sorgt für motivierte und besser ausgebildete Mitarbeitende.
Lernnuggets

Lernnuggets sind kleine Lerneinheiten, die aus verschiedenen Materialien (Videos, Audio- Textdateien, Bilder, Grafiken, Lernquiz etc.) erstellt werden können. Sie können in Blended-Learning-Formate oder asynchrones Lernen eingebaut werden. Learningsnacks oder LearningApps sind Internetseiten, auf denen Lernnuggets zur Verfügung gestellt werden und erstellt werden können.

+ Zeit- und Ortsungebunden.
+ Kompaktes Wissen.
+ Bessere Lerneffekte durch kurzen Input.
- Muss gut in den Lernkontext eingebettet sein.
Lernpfad

Durch Lernpfade soll das Lernen strukturiert werden und eine Übersicht der Lernschritte erfolgen. Nach dem aktuellen Stand der Lehr- und Lernforschung ist die Strukturierung sehr wichtig für ein erfolgreiches Lernen. Auf Websites wie Lernpfad.ch kann dieser Lernpfad online erstellt werden und direkt mit Links zu verschiedenen Aufgaben verknüpft werden.

+ Strukturierung der Lerninhalte.
+ Differenzierungsmöglichkeiten in den Lernpfad integrierbar.
Lernplattform / Lernmanagementsystem / Digitale Lernumgebungen

Lernplattformen (auch bezeichnet als Lernmanagementsystem (LMS) oder Digitale Lernumgebungen) sind Plattformen, die Lernmaterialien digital bereitstellen und Lernvorgänge organisieren. Häufig genutzte Plattformen sind beispielsweise. Moodle oder ilias. Dort können verschiedene Kurse erstellt werden. Innerhalb dieser sind jeweils unterschiedliche Funktionen möglich, wie zum Beispiel die Bereitstellung von und Teilnahme an Online-Prüfungen, der Up- und Download von Lehrmaterialien, das Abgeben von Aufgaben, das Einteilen von Gruppen und die Bereitstellung eines virtuellen Klassenraums.

+ Ermöglichung der Kommunikation zwischen allen Lehr- und Lernbeteiligten.
+ Flexible Gestaltung der Aufgaben für mehr Individualisierung. Dazu kommt, dass jede Person in der eigenen Geschwindigkeit und mit der Methodik arbeiten kann, wie es für sie gerade gut ist.
+ Lernplattformen sind ein guter Sammelort der relevanten Materialien und bieten eine gute Übersicht der Lerninhalte. So wissen die Lernenden immer was in der kommenden Zeit ansteht.
- Selbstdisziplin der Lernenden ist gefordert, um die Aufgaben in den Online-Lernumgebungen zu absolvieren.
- Meist einige Einarbeitungszeit notwendig, um die Funktionen der LMS zu verstehen.
Lernsoftware

Lernsoftwares oder Sprachlernprogramme können gekauft werden, um damit flexibel von zuhause lernen zu können. Sie bieten Lektionen, die einen in eine Sprache hineinführen und einen bis zu einem bestimmten Niveau führen.

+ Flexibles Lernen jederzeit und von überall.
+ Können meist offline verwendet werden.
- Unterstützung von Tutor:innen fehlt meistens.
Lernstandserhebung / Lernfortschrittskontrollen

Test, um den aktuellen Wissensstand abzufragen. Dieser kann entwedert zu Beginn eines Lernprozesses durchgeführt werden, um den aktuellen Wissensstand abzufragen oder während des Lernprozesses, um den Lernfortschritt zu überprüfen (Lernfortschrittskontrolle). Bei jedem neu begonnenen Thema kann ein Test eingesetzt werden, um das Vorwissen abzufragen. Dieser kann genutzt werden, um individualisierter lernen zu können. Während des Lernprozesses können Lernfortschrittskontrollen überprüfen, ob Lernziele erreicht wurden, oder Lehr- und Lernmethoden angepasst werden müssen. Diese Lernstandserhebungen können klassische Tests oder Prüfungen sein oder spielerisch gestaltet werden in Form von Quiz oder Rätseln. Gerade digitale Medien vereinfachen eine spielerische Form der Lernstandskontrollen.

+ Die Lernenden und Sprachtrainer:innen wissen auf welchem Stand die Lernenden stehen, wo Nachholbedarf ist und welche Dinge gut gelingen. Die Lernmaterialien können somit auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen angepasst werden.
+ Weniger Unter- und Überforderung, was zu mehr Motivation führt.
+ Der Testeffekt sorgt dafür, dass auch durch die Lernfortschrittskontrollen weiter gelernt wird.
+ Im asynchronen Format sehr sinnvoll, in synchronen Lehreinheiten schwieriger einzusetzen.
Lernstopps

Bei längeren Erklärphasen können Lernstopps eingebaut werden. Das heißt, dass eine kurze Unterbrechung der Erklärung erfolgt und Lernende kurze Aufgaben oder Übungen zum bisher Gehörten machen. Aufgaben können bspw. sein: eine Mindmap zu erstellen, Fragen zu formulieren oder zu beantworten oder sich Vor- und Nachteile zu überlegen. In der Online-Lehre können Lernstopps direkt in Erklärvideos integriert werden. Allgemein sollte allerdings versucht werden von langen Erklärphasen wegzukommen und die Lernenden sich die Sachen selbst erarbeiten zu lassen.

+ Steigert die Aufnahmekapazität.
+ Die Lernenden setzen sich aktiv mit dem Material auseinander.
Lernstrategien

Lernstrategien sind Strategien, die unseren Lernprozess unterstützen. Es wird in drei verschiedene Arten von Strategien unterschieden.

  • Kognitive Strategien: Wiederholungsstrategien, Strategien für eine tiefere Verankerung (Verknüpfung mit Alltagsbeispielen, persönlichen Erlebnissen, Verbildlichung), Organisationsstrategien (Mindmaps, Skizzen oder Diagramme anfertigen)
  • Metakognitive Strategien: Planung des Lernens, Überwachung des Lernprozesses und Anpassung der Lerntechniken bei aufkommenden Schwierigkeiten
  • Ressourcenorientierte Strategien: Zeitmanagement, Konzentrationsfähigkeit, Anstrengung, geeignete Lernumgebung mit wenig Ablenkungsfaktoren schaffen, hinzuziehen zusätzlicher Literatur/Medien, Nutzung von Arbeitsgruppen, Foren, etc.
Lerntyp

Es wird von vier verschiedenen Lerntypen im Sprachenlernen ausgegangen.

  • Der auditive Lerntyp: Lernen durch Vorträge, Songs, Podcasts o.Ä. Der Auditive Lerntyp muss den Lerninhalt hören, um es sich besonders gut merken zu können.
  • Der visuelle Lerntyp: Der visuelle Lerntyp braucht eine bildliche Vorstellung von den Lerninhalten. Grafiken, Bilder, Videos oder eine eigene bildliche Vorstellung des Lernmaterials ist für ihn wichtig.
  • Der kommunikative Lerntyp: Lernen durch Kommunikation mit anderen. Der kommunikative Lerntyp lernt am besten bei Diskussionen über das Lernmaterial.
  • Der haptische Lerntyp: „Learning by doing“. Der haptische Lerntyp lernt durch seine Handlungen bzw. durch Bewegung beim Lernen.
+ Es kann vorteilhaft sein sich selbst einmal damit auseinandergesetzt zu haben, auf welche Art man gut lernt, um für sich selbst die richtigen Aufgaben und Lernwege auszuwählen.
- Es ist nicht wissenschaftlich belegt, dass eine Einteilung in Lerntypen sinnvoll ist.

 

Lernumgebungen

Unter Lernumgebung werden die äußeren Lernbedingungen zusammengefasst. Dazu gehören die Lernsituation, Lernmaterialien sowie -aufgaben. Beim modernen (Fremdsprachen-) Lernen wird häufig von Online-Lernumgebungen gesprochen (→ siehe Lernplattformen/ Lernmanagementsystem).

Lernziele

Zielsetzungen beim Lernen fördert die Motivation und dient der Orientierung der Lehrperson sowie der Lernenden. Eine Methode ist, die Ziele nach dem SMART-Prinzip zu setzen:

  • S – Spezifisch: Was genau soll gelernt/erreicht werden?
  • M – Messbar: Das Ziel sollte anhand von objektiven Kriterien überprüfbar sein.
  • A – Attraktiv: Bewusst machen, warum dieses Ziel gesetzt wird.
  • R – Realistisch: Das Ziel muss erreichbar sein, damit keine Überforderung entsteht.
  • T – Terminiert: Setze dir Fristen bis wann das Ziel erreicht werden soll.
+ Lernziele setzen steigert die Motivation und den Lernerfolg.
- Ziele müssen richtig gesetzt werden um zum Lernerfolg beizutragen. Das Bedarf an Übung.
Live-Sessions

Live-Sessions können sowohl online, als auch in Präsenz ablaufen. Entweder man trifft sich online, über einen virtuellen Klassenraum ( → virtueller Klassenraum) oder in einem Unterrichtsraum in Präsenz. Die Live-Sitzung ist die wertvollste Zeit, die optimal genutzt werden sollte, um Gelerntes anzuwenden, sich auszutauschen und Inhalte zu vertiefen.

+ Direkter Austausch ermöglicht Diskussionen, Besprechung von Fragen und Übungszeit.
+ Geeignet für Menschen, die Schwierigkeiten haben sich selbst zu motivieren.
- Das Lernen in den Live-Sessions ist an eine Uhrzeit gebunden, wodurch es Flexibilität nimmt.

→ siehe auch digitale Live-Session

 

M

Mentimeter

Mentimeter ist eine webbasierte Anwendung, um anonyme Online-Umfragen, Feedbackrunden oder Quizs in Echt-Zeit durchzuführen. Jede Person kann über einen Code teilnehmen. Nach dem Prinzip des Blended-Learning (→ siehe Blended Learning) kann dadurch ein Präsenzunterricht durch digitale Tools unterstützt werden. Mentimeter sorgt für mehr Interaktivität und Teilnahme der Lernenden.

Microlearning

Lernen in kleinschrittigen und kurzen Lerneinheiten (→ siehe Lernnuggets). Innerhalb weniger Minuten (ca. zwei bis 15) und in kleinen Etappen werden konkrete Lernziele erreicht, die auf ein übergeordnetes Ziel ausgerichtet sind.

+ Der Fokus bleibt auf den relevanten Dingen.
+ Einfachere Wiederholungszyklen.
+ Konzentration für die kleinen Lerneinheiten wesentlich leichter aufzubringen.

 

Mindmapping

Mindmapping ist eine kognitive Lernstrategie, bei der mithilfe einer Gedankenkarte visuell der Zusammenhang zwischen verschiedenen Teilen eines Lerngegenstands dargestellt wird. Zu einem Oberbegriff werden alle dazu gehörenden Begriffe aufgeschrieben, miteinander verbunden und/oder gruppiert. FreeMind, Mindjet Maps, MindManager, WiseMapping und Conceptboard sind webbasierte Programme, die das Erstellen einer Mindmap ermöglichen.

+ Mindmapping hilft für die Organisation von Lernmaterial, die es wiederum leichter macht sich Dinge einzuprägen. Es entstehen Assoziationen und das Gehirn kann Gedanken frei entfalten und sortieren.
- Das Gestalten einer Mindmap mithilfe einer Software dauert zu Beginn sehr lange und regt daher nicht so gut die Gedanken an.
Mindset

Das Mindset ist die Denkweise einer Person. Daraus bildet sich der Umgang mit Herausforderung und die Einstellung zu Dingen. Ein dynamisches und offenes Mindset hilft sich weiterzuentwickeln, zu lernen und Erfolg im Beruf zu haben. Unternehmen können ein positives Mindset fördern. Denn wenn das Lernen einen hohen Stellenwert hat und von Führungskräften unterstützt wird, überträgt sich das auf das Lernverhalten der Mitarbeitenden. Die Mitarbeitenden sollten eigenverantwortlich arbeiten und sich die Zeit für die Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen nehmen können. Sie sollten dazu befähigt werden selbstbestimmt zu lernen.

Mnemotechniken

Mnemotechniken sind Gedächtnisstützen die Helfen das Gedächtnis beim Lernen und Abrufen zu unterstützen. Es existieren verschiedene Strategien wie beispielsweise Merksprüche, Visualisierungen oder Lieder. Mit ein bisschen Übung kann man sich auch Dinge anhand eines Ortes merken. Diese Technik wird auch Loci-Technik genannt.

+ Für schwierige Vokabeln eine hilfreiche Methode Verknüpfungen herzustellen und die Wörter leichter zu erinnern.
- Es kann sehr aufwendig sein, sich die Gedächtnisstützen zu überlegen.
Mobiles Lernen (M-Learning)

Lernen lässt sich in den Alltag integrieren, vor allem seit es Smartphones, Tablets und Laptops gibt. So kann gelernt werden wann, wo und wie es passt, meist mit kleinen „Häppchen“ (→ siehe Lernnuggets). Zum Sprachenlernen bieten sich hierfür Sprachlernapps an, die auf dem Smartphone oder Tablet installiert werden können und viele verschiedene Möglichkeiten zum Lernen bieten.

+ Zeitlich und örtliche Unabhängigkeit.
+ Push-Benachrichtungen und Erinnerungen führen zu einem regelmäßigen Lernen.
- Die notwendigen digitalen Geräte müssen vorhanden sein.
Mobile Based Training (MBT)

Lernen mit Hilfe eines Smartphones. Dafür können Lernapps, sowie Podcasts, Videos oder Funktionen des Handys verwendet werden.

+ Besonders hilfreich am MBT ist, dass das Handy überall mit hingenommen werden kann und viele Lernapps auf eine Nutzung zwischendurch ausgerichtet sind. Man kann also die Zeit im Bus, der Bahn oder beim Warten auf einen Freund nutzen.
- Es verleitet dazu mehr Zeit am Handy zu verbringen und kann ein zusätzlicher Stressfaktor sein.
MOOC (Massive Open Online Course)

Häufig in der Erwachsenenbildung verwendete Onlinekurse, die so aufgebaut sind, dass unbegrenzt viele Menschen teilnehmen können. Daher fallen auch häufig die Kosten geringer aus, oder sie werden kostenlos zur Verfügung gestellt. In den MOOCs werden häufig Materialien zum selbstständigen Lernen, wie Videos, Lesematerial und Problemstellung mit Möglichkeiten zur Interaktion zwischen Lernenden kombiniert.

+ Das erstellte Lernmaterial kann von vielen Menschen genutzt werden, daher sind MOOCs sehr effizient und kostengünstig.
+ Zeitliche und örtliche Unabhängigkeit.
- Sehr unpersönlich, häufig keine Verbindung zu Tutor:innen.
Motivation

Die Motivation bleibt aufrechterhalten, wenn der Schwierigkeitsgrad zwischen Unter- und Überforderung erreicht wird. Individualisiertes Lernen (→ siehe Individualisiertes Lernen) soll dabei helfen, dass alle Lernenden sich in diesem Bereich befinden.

Tipps sich selbst zum Lernen zu motivieren:

  • Feste Lernzeiten setzen.
  • In Lernhäppchen lernen vermeidet Überforderung.
  • Interessante Themen mit dem Sprachenlernen verknüpfen.
  • In Gruppen lernen.
  • Sprachapps/-programme verwenden. Diese benutzen in Teilen spielerische Methoden, die motivieren können.

 

Multimediale Lerninhalte

Lerninhalte in denen mehrere Medien (Bilder, Text, Grafiken etc.) verwendet werden. Dabei kann es sich um eine Graphik mit Beschriftungen, Text mit Bildern oder ein Video handeln. Videos gelten dabei nach der Theory of Multimedia Learning als besonders sinnvoll, wenn der Text gesprochen präsentiert wird und zeitgleich die Bilder bzw. Visualisierungen gezeigt werden. Somit können die Lerninhalte durch verschiedene Sinne aufgenommen werden. Kann im Sprachenlernen eingesetzt werden, um Grammatiken zu erklären, oder um über die Kultur der Zielsprache zu informieren.

+ Bessere Behaltensleistung durch Multimedialität.
- Im Sprachenlernen ist dennoch Interaktion und Kommunikation das A und O.
Multiple-Choice-Aufgaben

Multiple Choice Aufgaben (oder im Deutschen auch Single-Choice) werden von vielen Sprachlernapps (→ siehe Apps) verwendet. Bei Multiple Choice Aufgaben wird eine Aufgabe gestellt und verschiedene Antwortmöglichkeiten vorgeschlagen. Das erleichtert den Abruf, da aus verschiedenen Vorschlägen ausgewählt werden kann.

+ Durch die verschiedenen Vorschläge hat man eine Erinnerungshilfe.
+ Motivierend durch spielerischen Effekt, da Multiple Choice Aufgaben wie Quiz wahrgenommen werden.
- Man gewöhnt sich daran eine Erinnerungshilfe zum Abruf parat zu haben. Das heißt, dass man Probleme haben könnte Wörter abzurufen, wenn man sie im Satz braucht.
 

O

Open Educational Resources (OER)

Bildungsmaterialien, die kostenlos zur Verfügung stehen. Beim Sprachenlernen gehören da Programme wie Anki oder Duolingo dazu, sowie eine Vielzahl an offenen Lehrmaterialien.

Es gibt verschiedene Ansätze der Qualitätssicherung von OER:

  • Offene Kommentare durch Nutzer:innen
  • Peer-Review-Verfahren vor der Veröffentlichung
  • Institutionelle Aufsicht
+ Die Vernetzung der digitalen Welt ermöglicht Bildungsmaterialien zu teilen und jeder Person den Zugriff darauf zu ermöglichen.
+ Kosten für Druck, Versand o.Ä. fallen weg, wodurch Materialen kostenlos zur Verfügung gestellt werden können.
- Die Qualität der kostenlosen Materialien hat eine sehr große Spannweite, so dass es an eigener Expertise bedarf, um gute Materialien herauszufiltern.

 

Organisation

Die Organisation bzw. eine Strukturierung beim Lernen ist sehr wichtig. Dabei kann es helfen sich Lernpläne zu erstellen, die Lernmaterialien auf Lernplattformen (→ siehe Lernplattform) sortiert zu haben und eigene Lernfortschritte über E-Portfolios (→ siehe E-Portfolios) zu sammeln.

 

P

Partnerarbeit

In der Partnerarbeit arbeiten zwei Lernende gemeinsam an einer Aufgabenstellung. Meist werden anspruchsvolle Anwendungs- oder Transferaufgaben hierfür gewählt, die mit dem gemeinsamen Wissen bearbeitet werden können. Für das Sprachenlernen sinnvoll, wenn Situationen oder Strukturen geübt werden sollen. So haben beide einen hohen Redeanteil. 

+ Wissenslücken und Denkfehler können aufgedeckt werden.
- Die Qualität der Partnerarbeit ist sehr von den Partnerschaften abhängig.
Passive Methoden

Im Gegensatz zu aktiven Lernmethoden (→ siehe aktives Lernen) stehen die, früher sehr viel angewandten, passiven Lernmethoden. Dazu gehören beispielsweise Vorträge, bei denen die Lernenden nicht mit einbezogen werden. In der aktuellen Bildungsforschung wird von passiven Methoden abgeraten, da häufig praxisfern unterrichtet wird und somit die Motivation und die Konzentration der Lernenden schnell nachlässt.

→ siehe im Gegensatz: Aktives Lernen

Podcasts

Podcasts gibt es zu allen möglichen Themen in allen möglichen Sprachen. Durch Podcasts kann man sich also Dinge zu verschiedenen Interessensgebieten anhören. Hört man sich diese in einer Fremdsprache an, lernt man wichtiges Vokabular in den Gebieten, über die man auch viel Sprechen würde und hat nebenbei den positiven Effekt des auditiven Lernens (→ siehe auditives Lernen)

+ Lernen mit Hilfe eigener Interessen
+ Implizites Lernen
Post-its

Post-its sind kleine Zettelchen, die man sich in Bücher oder an Gegenstände kleben kann. Zum Lernen neuer Vokabeln kann es nützlich sein die Vokabeln der Fremdsprache auf die Post-its zu schreiben und an die Gegenstände zu kleben. Im Optimalfall schreibt man ebenfalls ein bis zwei Sätze dazu.

Beispiel: Vokabel: „Telefon“ und einen Satz dazu wie: „Das Telefon klingelt.“

+ Lernen im Alltag, nebenbei.
+ Gut um den Alltagswortschatz schnell zu erweitern.
- Man fängt schnell an die Post its nicht mehr zu beachten.
- Es kann aufwendig sein korrekte Sätze zu dem jeweiligen Wort zu finden.
- Nur für Sprachen gut, bei denen man anhand des Geschriebenen die korrekte Aussprache weiß.
Präsenzlernen

Lernen mit anderen Personen gemeinsam zur gleichen Zeit an einem Ort.

+ Stärkt Kommunikations- und Diskussionsbereitschaft und somit die Kommunikationsfähigkeiten.
- Zeit- und Ortsgebunden.

→ siehe im Gegensatz: Fernlernen

Problembasiertes Lernen

Problembasiertes Lernen ist eine Lehrmethode, bei der ein Problem und somit eine Aufgabenstellung gegeben wird und weitgehend eigenständig eine Lösung hierfür herausgearbeitet werden soll. Es wird also handlungsorientiert und selbstbestimmt gelernt. Das Problembasierte Lernen ist ein aktiver Lernprozess (→ siehe aktives Lernen), bei dem eher aufgabenorientiert (→ siehe Aufgabenorientiertes Lernen) gelernt wird. 

+ Eigenständiges Arbeiten und Problemlösestrategien werden gefördert.
+ Durch aktives Lernen höheres Lernpotenzial.
- Gutes Scaffolding (→ siehe Scaffolding) notwendig.
 

Q

Qualität des E-Learning

Die Qualität von E-Learning-Materialien wurde erstmals 2005 nach einem internationalen Standard festgelegt. Es müssen sowohl die technischen Werkzeuge, die Lehrszenarien, die Didaktik wie auch die Organisation und Administration einer Qualitätsprüfung unterzogen werden. Der aktuelle Standard ist: ISO/IEC 19796-3.

+ Standard hilft schlechte E-Learning Qualität ausfindig zu machen und einzuordnen welche verwendet werden sollten.
+ Unternehmen können sich anhand des Standards orientieren.

 

Quiz

Abfrage eines Lerninhalts. Die Abfrage erfolgt meist in Form von Multiple-Choice-Fragen (→ siehe Multiple Choice-Aufgaben).

+ Quizzes ins Sprachenlernen mit einzubauen, bringt den Vorteil des Testeffekts (→ siehe Testeffekt) und kann die Motivation durch den spielerischen Effekt des Quizs stärken. Im modernen (Fremdsprachen-)Lernen werden häufig spielerische Anteile (→ siehe Gamification) in den Lernprozess eingebaut, um mehr Spaß am Lernen zu bekommen.
- Es kommt sehr auf die Gestaltung des Quiz an, wie groß der Lerneffekt ist. Bei der Erstellung von Quiz sollten beispielsweise das Vorwissen und Wiederholungszyklen (→ siehe Spaced Repetition) beachtet werden.
 

R

Radio

Schaltet man einen Radiosender aus einem anderen Land, dessen Sprache man gerade lernt, ein, kann unterbewusst viel über die Sprache gelernt werden. Es wird ein Gefühl für die Sprachmelodie und die Grammatik gewonnen. Nebenbei lernt man auch einiges über die Kultur und Politik des Landes.

Relaxen

Im relaxten Zustand ist das Sprachareal im Gehirn besonders aktiv. Beim Lernen ebenso Entspannungsphasen einzubringen, kann lernförderlich wirken. Nach dem Prinzip des Gehirngerechten Lernen (→ siehe gehirngerechtes Lernen) ist die Ruhe ebenso ein wichtiger Bestandteil, um Wissen zu festigen und konzentriert lernen zu können.

→ Siehe auch: Konsolidierung

Relocation Services

Bei der Rekrutierung ausländischer Mitarbeiter:innen, stehen diese häufig einem großen bürokratischen Aufwand gegenüber. Dieser kann zu Ängsten, Unwohlsein und einem schwierigeren Start in der Firma führen. In solchen Fällen bieten Relocation Services Unterstützung.

Dies umfasst Dienstleistungen wie die Beschaffung von Wohnraum, Behördengänge, Freizeitgestaltung, Kinderbetreuung, Sprach- und Kulturtraining sowie vieles mehr. Dadurch können ausländische Mitarbeitende sich von Anfang an wie zuhause fühlen und sich unmittelbar auf ihre Aufgaben im Unternehmen konzentrieren, ohne wertvolle Energie für organisatorische und bürokratische Abläufe aufwenden zu müssen.

+ Schnelles Einleben und daher schnelle Eingliederung in Unternehmen
+ Sorgenloses Rekrutieren ausländischer Mitarbeiter:innen.
Ressourcenorientierung

Die Ressourcen jeder Person nutzen. Jede Person hat beim Lernen einer Sprache bestimmte Dinge, die besonders leicht fallen und andere die besonders schwer fallen. Beim gemeinsamen Lernen kann jeder von den Vorteilen der anderen profitieren.

Rosetta Stone

Rosetta Stone ist ein Programm zum Sprachen lernen. Es kann als App auf dem Handy oder als webbasiertes Programm am Computer verwendet werden. Zur Auswahl stehen zum einen eine Basisversion zum Selbststudium und zum anderen ein Paket mit zusätzlichen Livesitzungen und Tutor:innenunterstützung. Bei Rosetta Stone wird die Sprache über Bilder gelernt und die Grammatik dabei intuitiv vermittelt. Neue Wörter werden eingeführt und direkt mit Anwendungsbeispielen verknüpft. Dabei wird das schon gelernte Vokabular wieder aufgegriffen, sodass dieses gefestigt werden kann. Rosetta Stone verfügt über ein Spracherkennungsprogramm, so können Text- und Hörverstehen, als auch Schreiben und Sprechen trainiert werden.

+ Intuitives Lernen, ohne direkte Übersetzungen.
+ Hohe Sprachenvielfalt.
- kostenpflichtig, kein anwendungsbezogener Einstufungstest.
 

S

Scaffolding

Ein Lerngerüst für die Lernenden zu schaffen. Dieses dient als Orientierungsgrundlage und bietet einen Überblick übers Unterrichtsgeschehen sowie Unterstützung beim selbstständigen Lernen. Die Lernenden sollen durch Scaffolding nur die nötige Hilfe bekommen, die sie benötigen um selbstständig zu Lernen.

+ Die Kombination aus selbstständigem Lernen und notwendiger Unterstützung hilft gut und effektiv zu lernen.
- Bedarf einer guten Vorbereitung und Planung der Lehrperson.
Selbstlernen

Im Gegensatz zum Kursformat, kann eine Sprache auch eigenständig gelernt werden. Dies Bedarf jedoch einer hohen Selbstdisziplin und guten Kenntnissen mit welchen Tools, Programmen und Materialien gelernt werden kann. Das Selbstlernen als Zusatz zum Kursformat zu nutzen ist empfehlenswerter. 

+ Flexibilität und eigenes Zeitmanagement.
- Mehr Anstrengung, Eigeninitiative, Wissen und Motivation notwendig.
- Kein Feedback.
Selbstlernkompetenz

Die Kompetenz, die für Selbstgesteuertes, bzw Selbstreguliertes Lernen notwendig ist. Das selbstbestimmte Lernen wird initiiert, organisiert und geeignete Lernstrategien eingesetzt. Gerade in Zeiten der Digitalisierung wird die Selbstlernkompetenz immer wichtiger.

Selbstreguliertes Lernen

Selbstreguliertes Lernen wird durch Dinge wie asynchronem Lernen (→ siehe Asynchrones Lernen), E-Learning (→ siehe E-Learning) und mobilem Lernen (→ siehe Mobiles Lernen) immer wichtiger. Selbstreguliert zu Lernen heißt selbstbestimmt über den Lernvorgang zu entscheiden, sich eigene Ziele zu setzen und den Lernprozess zu überwachen. Dabei gibt es drei Phasen:

  • Vorbereitungsphase: Planung des Lernprozesses, Zielsetzung, Aufgabenanalyse
  • Performanzphase: Einsatz von Lernstrategien, Monitoring
  • Bewertungsphase: Reflektion und Evaluation des Lernergebnisses
+ Durch die Vorbereitung des Lernprozesses (Zielsetzung und Planung) wird die Lernmotivation gesteigert. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit während des Lernens, sowie im Anschluss den eigenen Lernprozess zu kontrollieren und zu evaluieren.
- Viele Methoden (Zielsetzung, Einsatz von Lernstrategien, Evaluation) müssen zunächst gelernt werden, um durch den richtigen Einsatz die Effektivität zu steigern. Bei der Zielsetzung wird beispielsweise empfohlen, diese nach dem SMART-Prinzip (→ siehe Lernziel) zu formulieren.
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Simulationen

Eine Situation, in der ein Lerngegenstand angewendet werden soll, wird im Lernprozess simuliert. Eine Simulation kann durch 3D-Umgebungen oder Digitale Lernspiele (→ siehe Game-based Learning) erzeugt werden. Der oder die Lernende bewegt sich der simulierten Umgebung und führt Aufgaben aus.

+ Es wird aktiv gelernt (→ aktives Lernen), die Lernsituation gleicht der späteren Anwendungssituation.
- Aufwendig in der Gestaltung.
Situiertes Lernen

Lernen sollte in möglichst authentischen Lernumgebungen stattfinden. Beim situierten Lernen wird versucht praxisorientiert und an einen realen Kontext geknüpft zu lernen. Die Lernenden beschäftigen sich aktiv mit dem zu erlernenden Stoff (→ siehe aktives Lernen)

+ Die Anwendung des Gelernten fällt leichter, wenn situiert gelernt wurde. Somit einfachere Übertragung auf den Arbeitskontext.
+ Sich mit realen Situationen auseinanderzusetzen steigert die Motivation.
Songs

Man kann mit Liedern auf zwei verschiedene Arten Sprachen lernen:

Unterbewusst: Hört man viel Musik auf einer (Fremd-)Sprache erleichtert dies ein Gefühl für die Sprache zu bekommen. Im Nachhinein wird es einem leichter fallen neue Wörter zu lernen, da man diese unterbewusst schon häufig gehört hat.

Bewusst: Das aktive Sprachenlernen mit Hilfe von Liedern, kann über Songs geschehen, die als Lernmaterialien kreiert wurden (z.B. Alphabet-Songs), oder aber durch Lieder von Musikern. Schaut man sich die Übersetzungen der Lieder an, erlangt man beim aktiven Hören nicht nur ein Gefühl für die Sprache, sondern baut auch Vokabular auf und bekommt ein Gefühl für grammatikalische Strukturen.

Soziales Lernen

Menschen lernen mit- und voneinander. Das kann online über soziale Medien oder E-Learning-Formate passieren als auch im Präsenzunterricht durch Gruppenarbeiten etc. In der Lernpsychologie wird Soziales Lernen auch als Beobachtungslernen beschrieben. Das Lernen passiert durch die Beobachtung von Handlungen anderer Menschen.

+ Die Interaktion zwischen den Lernenden sorgt für ein aktiveren Lernprozess, mehr Motivation und Spaß.
+ Im Fremsprachenlernen können durch die Interaktion Sprachhemmungen vermieden werden.
- Beim Sozialen Lernen über die sozialen Medien gibt es keine Kontrolle. Ein kritisches Denken und Hinterfragen ist hier notwendig.
Social Media Learning / Social Networking

Beim Lernen über Soziale Medien können Menschen mit ähnlichen Interessen zusammenkommen, völlig egal wo sie leben. Es können Gruppen zusammenkommen, die gleiche Ziele oder Interessen haben oder sich einzelne Menschen zusammenschließen. Die Kommunikation untereinander führt zu einem Lerneffekt. 

+ Interaktion mit Muttersprachler:innen möglich.
+ Synchrone und asynchrone Kommunikation möglich.
- Keine Überprüfung der Richtigkeit.
Spaced Repetition

Die Wiederholung des Gelernten mit immer größer werdenden Zeitabständen. Die Zeitabstände variieren je nach Vorwissen, Komplexität, Umfang und die eigene Lernkapazität. Die ganz pauschal gesprochene Grundempfehlung ist jedoch den Zeitabstand zwischen den Lernintervallen immer zu verdoppeln (Bsp.: Lernen an Tag 1, Tag 2, Tag 4, Tag 8, Tag 16, etc.). Einige Online-Lernprogramme (z.B. Anki, SuperMemo) verwenden Spaced Repetition für die vorhergesehenen Wiederholungszyklen.

Spracherkennung

Viele Sprachlernapps (→ siehe Apps) oder webbasierte Programme verwenden eine Spracherkennung, damit auch die Aussprache der neu gelernten Dinge kontrolliert werden kann.

+ Ermöglicht alle wichtigen Bestandteile der Sprache (Sprechen, Hören, Lesen, Schreiben) in Sprachlernapps und Programme zu integrieren. Gerade das Sprechen kommt sonst oft zu kurz.
+ Objektive Bewertung der Aussprache, Angst Dinge falsch auszusprechen verringert sich vor einem Programm.
- Technologie noch nicht so gut entwickelt, dass es äquivalent zu Sprachtrainer:innen ist.
Sprachimmersion

Das Fremdsprachenlernen erfolgt nach den Prinzipien des Mutterspracherwerbs. Personen werden in ein fremdsprachiges Umfeld gesetzt und erwerben die Fremdsprache beiläufig. Das kann durch ein Auslandsaufenthalt passieren, oder durch die Gestaltung des Unterrichts. Geschieht in den Live-Sitzungen (→ siehe Live-Sessions) alles in der Fremdsprache und die Fremdsprache wird zusätzlich in den Alltag integriert (durch Radio, Fernsehen, Musik in der Fremdsprache), wird auch durch Immersion gelernt. Eine andere Form ist durch Virtuelle Realität oder Simulationen eine Auslandsumgebung zu kreieren.

+ Umgangsformen und die Kultur werden parallel vermittelt, kein Übersetzen in Muttersprache, daher können unterschiedliche Muttersprachler:innen gemeinsam die Fremdsprache lernen.
+ Besonders für Jüngere geeignet, um eine Zweitsprache zu lernen.
- Das völlig intuitive reicht bei älteren Lernenden häufig nicht ganz aus.
Sprachkurse

Lernen in einem Kurs mit anderen Menschen zusammen. Dabei gibt es variierende Gruppengrößen und die Häufigkeit der Treffen weicht ab, je nachdem welches Format gewählt wird. 

+ Professionelle Sprachtrainer:innen zur Unterstützung.
+ Lernen in einer Gruppe wirkt motivierend.
- Eigenständiges Lernen trotzdem notwendig, um schnell Fortschritte zu machen.
Sprachtrainer:in / Lehrende / Faciliator

Sprachtrainer:innen wirken eher lernbegleitend, vermittelnd und moderierend im Lernprozess. Vor allem bei Ansätzen wie dem aktiven Lernen (→ siehe aktives Lernen) oder in individualisierten Lernprozessen. Der oder die Sprachtrainer:in ist für einen runden Ablauf des eigenständigen Lernprozesses zuständig sowie um das notwendige Feedback (→ siehe Feedback) zu geben. Nach dem Prinzip des Scaffolding (→ siehe Scaffolding) gibt er das notwendige Gerüst für ein gutes eigenständiges Lernen. Das funktioniert unter Anderem durch das Vermitteln von Lernstrategien und Anregungen, die ein autonomes Lernen bzw. Erarbeiten fördern.

+ Eigenständiges Erarbeiten und Lernen wird gefördert.
+ Die Lehrperson kann jede Person so in ihrem Lernprozess unterstützen und gibt nicht das Lerntempo und die Lernmethode vor. Dadurch wird effektiver gelernt.
- Für Sprachtrainer:innen kann es schwer sein, die notwendige Hilfestellung, aber jedoch nicht zu viel Hilfe zu geben.
- Für einige Lernende kann es eine Umgewöhnung sein die Lehrperson eher als Lernbegleitung zu sehen und sich Dinge eigenständig zu erarbeiten.
Sprachzertifikate

Sprachzertifikate bestätigen einen bestimmten Kenntnisstand, den man auf einer Sprache erreicht hat. Diese können durch das Ablegen einer Prüfung (+ ggf.vorbereitendem Sprachkurs) erhalten werden. Für englisch und deutsch gibt es zum Beispiel folgende Zertifikate:

  • Englisch: TOEIC Test of English for International Communication, TOEFL (Test of english as a foreign language) und BULATS (Business language testing service), EFB (english for business) EFC (english for commerce)
  • Deutsch: DSD (Deutsches Sprachdiplom), WiDAF: Deutsch als Fremdsprache in der Wirtschaft.
Standardsprache

Die Standardsprache ist die alltagstaugliche und allgemeinsprachliche Sprache, also die Sprache des alltäglichen Lebens. Die Inhalte umfassen die Sprache der alltäglichen Konversation, der Zeitungen, des Radios, der Einkäufe etc. Die Sprachkurse zur Standardsprache reichen von der Niveaustufen A1 bis C2. Trainiert werden die Fertigkeiten in den Teilkompetenzen Sprechen, Schreiben, Hör- und Leseverstehen.

Synchrones Lernen

Synchrones Lernen ist das Lernen in einem Präsenz- oder Onlineseminar, das zu einem festgelegten Zeitpunkt stattfindet. Die Kommunikation findet also in Echtzeit statt.

+ Direkte Interaktion zwischen Lernenden und Lehrendem.
+ Es können aufkommende Fragen direkt gestellt und beantwortet werden.
+ Die Lehrperson behält ein Überblick über den Lernstand der Lernenden.
+ Das gemeinschaftliche Lernen kann motivationsfördernd wirken.
- Die Lernenden können sich die Zeit zum Lernen nicht selbst aussuchen.
- Für das synchrone Online-Lernen ist eine dauerhaft stabile Internetverbindung notwendig.

→ Siehe im Gegensatz dazu: Asynchrones Lernen

 

T

Tandem-Sprachlernmethode

In einem Tandem lernen zwei Menschen mit verschiedenen Muttersprachen jeweils voneinander. Das kann sowohl online über Video-Calls, Telefonate oder Chats als auch durch ein persönliches Treffen, wenn beide in der gleichen Stadt wohnen, funktionieren. Apps, die dieses Prinzip fürs Sprachenlernen unterstützen sind beispielsweise HelloTalk oder Tandem Language Exchange.

+ Die Art, wie man das Tandem gestaltet, ist einem selbst überlassen. Es kann genutzt werden, um Gelerntes aus dem Unterricht zu festigen und Aufgaben gemeinsam zu bearbeiten oder aber um sich auf einer lockeren Ebene über persönliche Interessen auszutauschen.
- Nicht für jede Sprache, die man lernen möchte, findet sich immer eine Person, die auch die eigene Sprache lernen möchte.
Testeffekt

Lernprozesse sind effektiver, wenn nach dem ersten Lernen, die Dinge aktiv aus dem Gedächtnis abgerufen werden. Es bringt also weniger einen Text, oder Vokabeln erneut zu lesen, als Fragen dazu zu beantworten, oder frei wiederzugeben, worum es ging. Bei vielen modernen Lernapps werden Quiz eingebaut, um den aktiven Abruf zu fördern. Besonders effektiv ist die Abfrage einige Tage nach dem Lernzeitpunkt mit Feedback.

Tools

Tools, die das Lernen oder Lehren unterstützen. Sie können in verschiedenen Arten unterstützen:

  • Organisationstools: z.B. Moodle, Ilias oder Lernpfad
  • Sprachlernapps: z.B. Rosetta Stone oder Duolingo
  • Kommunikationstools: z.B. HelloTalk oder Whatsapp
  • Vokabeltrainer: z.B. Anki oder Memrise
  • Erstellen von Lehrmaterial: z.B. H5P, OpenBoard oder Gravit
  • Webbasierte Lerntools: z.B. Podcasts, Videos, YouTube

Es gibt sie schon für nahezu alle Bedürfnisse und sie werden kontinuierlich weiterentwickelt und angepasst.

+ Beim richtigen Einsatz kann das Lernen und Lehren durch Tools stark vereinfacht werden. Es hilft für eine bessere Struktur, unterstützt das Multimediale Lernen und sorgt für eine vereinfachte Kommunikation.
- Es werden viele Tools entwickelt, die mal mehr mal weniger gut sind. Für Laien kann die Masse sehr überfordernd sein.
- Ein grundlegendes technisches Verständnis ist häufig notwendig.
 

U

Übungen

Übungen dienen dem expliziten Üben einzelner Elemente. Zum Beispiel können bestimmte grammatikalische oder lexikalische Phänomene separat geübt werden. Dem gegenüber stehen Aufgaben (→ Siehe auch Aufgabenorientiertes Lernen), die sich mehr auf größere Zusammenhänge beziehen.

+ Übungen können helfen einzelne Strukturen separat zu üben und so zu festigen.
- Es fehlt der Gesamtkontext, sowie der Alltagsbezug. Die Übungen alleine reichen also nicht.

 

User-Generated-Content

Medieninhalte, die nicht von den Anbietern sondern von den Nutzer:innen eines Medienkanals erstellt werden. Beispiele hierfür sind Inhalte auf Videoportalen wie YouTube oder Vimeo, Wikis (→ siehe Wiki), Kommentarfunktionen in Blogs (→ siehe Blogs), Podcasts uvm.

 

V

Variation

Eine Variation des Lehrangebots hilft die Lernenden motiviert zu halten und führt zu einer besseren Unterrichtsqualität. Es sollten beispielsweise verschiedene Übungsmethoden wie Lernspiele, Diskussionen, Videos, Textaufgaben, etc. angewandt werden. Diese trainieren auch jeweils unterschiedliche Bereiche des Sprachgebrauchs.

Videos

Durch Videos können Inhalte multimedial vermittelt werden. Das zeitgleiche Hören und Sehen verbessern die Aufnahme des Präsentierten. Dabei ist es, nach der theory of multimedia learning, wichtig, dass wenig ablenkende Effekte im Video erscheinen und das Bild bzw. Video und die dazugehörende gesprochene Information zeitgleich erscheinen. Videos können sowohl im Unterricht als auch nach dem Flipped-Classroom-Prinzip (→ siehe Flipped Classroom) zum Lernen von Zuhause verwendet werden. Beim Sprachenlernen können sie das Hörverstehen und Sprachverständnis trainieren sowie auch Grammatikinhalte vermitteln.

+ Videos motivieren und sorgen für eine bessere Behaltensleistung.
+ Sobald ein mal ein qualitativ hochwertiges Video kreiert wurde, kann es für viele Lernende genutzt werden.
- Mangel an Interaktivität. Interaktive Lernvideos (→ siehe interaktive Lernvideos) werden daher eher empfohlen.
Virtueller Klassenraum / Videokonferenz-Systeme

Online-Treffpunkte für Vorträge, Webinare (→ siehe Webinar), Weiterbildungen, Konferenzen o.Ä. Es gibt ein großes Angebot an verschiedenen Anbietern, die sich in ihren Funktionen und Preisen unterscheiden. Häufig verwendet werden beispielsweise Cisco Webex oder Zoom Meetings.

+ Ermöglicht ortsunabhängiges Treffen.
+ Verschiedene Zusatzfunktionen mit integrierten Umfragen oder Quiz direkt im virtuellen Klassenraum.
- Unpersönlich, Gespräche abseits des Unterrichts (vor und nach dem Kurs) entfallen.
Virtuelle Realität/ Virtual Reality (VR)

Eine computergenerierte, interaktive virtuelle Umgebung. Sie kann durch eine VR-Brille, oder über Großbildleinwände in speziellen Räumen übertragen werden. Es wird zumeist ein Bild und zusätzlicher Ton generiert. Für das Sprachenlernen gibt es Konzepte in denen mit Hilfe einer VR-Brille immersive Lernumgebungen (→ siehe Sprachimmersion) erschaffen werden. Dadurch sollen reale Gesprächssituationen nachempfunden werden.

+ Lernen durch alle Sinne, reale Gesprächssituationen von Zuhause, direktes Feedback, hilft die Sprechangst zu überwinden.
- Aufwendig in der Programmierung, daher kostenintensiv.
Visuelles Lernen

Die Aufnahme von Inhalten durch das Sehen. Visuelle Lerntypen lernen am besten, wenn sie Lerninhalte durch Lesen und Schreiben aufnehmen. Um ein optimales visuelles Lernen zu bieten, können Lerninhalte durch Bilder oder Graphiken zudem veranschaulicht werden. Für einige Menschen kann es auch wichtig sein sich Vokabeln oder Gesprächssituationen visuell vorstellen zu können, um die Wörter besser zu behalten.

 

W

Wiki

Ein Wiki ist dafür da gemeinschaftlich an einem Objekt zu Arbeiten. Texte können verfasst werden und im nächsten Zuge von Mitmenschen verändert oder mit Multimedia hinterlegt werden. So kann mithilfe der kollektiven Intelligenz Wissen und Erfahrungen gesammelt werden.

Webinar

Ein Seminar, das über das World Wide Web gehalten wird. Es gibt ein großes Angebot an verschiedenen Anbietern, die sogenannte Virtuelle Klassenräume (→ siehe virtueller Klassenraum) zur Verfügung stellen.

+ Ortsungebundene Teilnahme, keine Reisekosten, Zeiteinsparung, einfache Verwaltung der Teilnehmer:innen, größere Reichweite, mehr Teilnehmer:innen möglich.
- Gute Internetverbindung notwendig, häufig weniger Interaktion.
Webbasierte Lernformen (Web Based Training/ WBT)

Wissensinput aus Seminaren wird online zur Verfügung gestellt. Dadurch kann der Wissensinput standardisiert werden, ist somit kompakter und der Lerninhalt kann selbstständig zu jederzeit und von überall gelernt werden. Kombiniert man WBTs mit Präsenzseminaren, kann die Präsenzlehre für Diskussionen, praktische Übungen etc. genutzt werden. (→ siehe Flipped Classroom)

+ Selbstständiges Lernen.
+ Senkt Kosten für Bildung, da die Materialien wiederverwendet werden können.
+ Effizientes Lernen, gehirngerechter durch didaktische Aufbereitung und Emotionalisierung.
- Bei reinen WBTs fehlt der persönliche Kontakt.
Webquest

Lernarrangements, bei denen Lernende Internetquellen zur Verfügung gestellt bekommen, um sich ein Thema selbst zu erarbeiten. Die selbstständige Aneignung des Wissens steht hier im Vordergrund. Nebenbei werden Computer- und Internetkompetenzen vermittelt.

Workshop

Ein kurzzeitiges Zusammentreffen interessierter Menschen, die sich in einer Kleingruppe intensiv mit einem Thema auseinandersetzen. Meist praxisorientiert und von einem Moderator oder einer Moderatorin geleitet.

Wörterbuch

Wörterbücher gibt es zum Sprachenlernen in den unterschiedlichsten Formaten. Online-Wörterbücher, Bilder-Wörterbücher, einsprachige oder die ganz klassischen zweisprachigen Wörterbücher.

Der Vorteil von einsprachigen oder Bilder-Wörterbüchern ist, dass man eine direkte Verknüpfung erlangt, die nicht auf der Grundlage einer anderen Sprache ist. Der Vorteil von Online-Wörterbüchern ist, dass zu der Übersetzung auch Satzbeispiele, Verbindungswörter, Synonyme und vieles mehr vorgeschlagen werden.

 

Y

YouTube

YouTube bietet zum einen die Möglichkeit Videos hochzuladen, die dort dauerhaft, allen Menschen zur Verfügung stehen, auf der anderen Seite kann man sich als Lernende:r zu allen möglichen Themen Informationen holen.

+ Kostenloses anschauen und hochladen von Lehr- und Lernmaterialien. Es gibt Nachrichten, Podcasts, Lernvideos, Filme und andere Unterhaltungsvideos in allen möglichen Sprachen, die zum Lernen verwendet werden können.
- Keine Qualitätsprüfung.
 

Z

Zeitmanagement

E-Learning-Tools bieten viele Möglichkeiten Zeit- und Ortsungebunden zu lernen. Umso wichtiger ist es sich seine Zeit sinnvoll einzuteilen und dabei Überlastung des Gehirns und Stress zu meiden. Eine feste Zeit, zu der man lernt, wirkt beispielsweise motivierend. In kleinen “Lernhäppchen” (→ siehe Lernnuggets) zu lernen kann auch hilfreich sein, da man dafür weniger Zeit und Motivation aufbringen muss.

Zweitsprache

Die Zweitsprache ist die Sprache, die ein Kind neben seiner Muttersprache durch die alltägliche Kommunikation in dieser Sprache lernt. Das kann entweder durch den anderen Elternteil oder aber durch die Sprache, die in der Schule und der Umgebung gesprochen wird, vermittelt werden. Im Deutschen gibt es hierfür den Begriff DAZ (Deutsch als Zweitsprache). Das Lernen der Zweitsprache verläuft sehr intuitiv. Sie wird häufig ohne Probleme und schneller fehlerfrei gesprochen als eine Fremdsprache.

 

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70-20-10-Modell

Das 70-20-10-Modell hat seinen Ursprung in den USA – genauer gesagt im Center for creative Leadership. Hier entstand das Buch „The Career Architect Development Planner“ von den beiden Autoren Michael M. Lombardo und Robert W. Eichinger. Die Annahme der beiden: Der Mensch lernt auf verschiedenen Wegen dazu. Am besten ist es, die unterschiedlichen Möglichkeiten miteinander zu kombinieren – und zwar nach einem ganz bestimmten Verteilungsschlüssel:

  • 70 % unserer Ressourcen investieren wir in die Weiterbildung durch praktische Erfahrungen am Arbeitsplatz, sprich: learning by doing.
  • 20 % der Weiterbildung erfolgt durch das Beobachten anderer und den Austausch mit Kollegen. Zu diesem Feld gehören beispielsweise auch Coachings, Teamarbeiten und Mentoring-Programme, also alle Weiterbindungsmöglichkeiten, in denen Menschen miteinander interagieren.
  • 10 % unseres beruflichen Wissens erlangen wir durch theoretische Weiterbildungsangebote wie Seminare und Workshops, in denen es vorrangig um das Zuhören geht.


Dass theoretische und praktische Weiterbildungselemente miteinander verbunden werden sollen, dürfte nur wenig überraschend sein. Der eigentliche Aha-Effekt tritt auf, wenn man sich die Verteilung beziehungsweise Gewichtung der einzelnen Punkte anschaut. Es ist nicht zu übersehen, dass das 70-20-10-Modell den Fokus ganz klar auf die praktische Weiterbildung legt.