Business English: Auf diese Zertifikate kommt es wirklich an

04. Dezember 2018
von Uwe Meinert

Das Englisch, das uns in der Schule beigebracht wird, ist zwar „nice to have“, aber bei weitem nicht das, was auf dem Arbeitsmarkt gefordert wird. Wer hier aus der Menge hervorstechen und durch exzellente Sprachkenntnisse überzeugen möchte, ist in der Lage, das sogenannte Business English zu sprechen. Bestenfalls weist ein Arbeitnehmer außerdem ein entsprechendes Zertifikat auf, das seine sprachlichen Fähigkeiten nachweist. Im nachfolgenden Artikel erhalten Sie eine Übersicht der wichtigsten Sprachzertifikate für Business English.

Test of English as a foreign Language

Dieses Fremdsprachen-Zertifikat ist den meisten unter seiner Abkürzung TOEFL bekannt. Der TOEFL-Test prüft, wie gut eine Person amerikanisches Englisch sprechen kann. Der Test ist beispielsweise notwendig, wenn man an einer Hochschule in den USA oder Kanada studieren oder sich an einem anderen akademischen Programm im Ausland beteiligen will. Der TOEFL-Test ist ein international anerkanntes Zertifikat, das sich vorrangig an Studenten und Absolventen richtet. Doch auch im späteren Berufsleben kann es durchaus darauf hinweisen, dass der Bewerber über sehr gute (und geprüfte) Englisch-Kenntnisse verfügt. Ein direkter Business English-Bezug wird hierdurch jedoch nicht hergestellt. 

Es ist ratsam, sich mindestens vier Wochen vorher für den vierstündigen Test anzumelden. Das ist online über www.ets.org möglich.

Der TOEFL-Test kostet in Deutschland etwa 200 Euro.

Test of English for international Communication

Ihnen als Personaler sind explizite Kenntnisse im Bereich Business English besonders wichtig? Dann halten Sie Ausschau nach Bewerbern, die nicht den TOEFL-, sondern den TOEIC-Test gemacht haben. Der Test of English for international Communication ist ein wahrer Klassiker, den es bereits seit 1979 gibt. Anders als der TOEFL-Test ist er nicht auf Akademiker und Studenten, sondern das „berufsbezogene Englisch“ ausgerichtet. Interessant ist außerdem, dass man beim TOEIC-Test theoretisch nicht durchfallen kann. Jeder Teilnehmer wird nach dem Test, der aus einem Reading- und einen Listening-Teil besteht, in einem sprachlichen Niveau eingeordnet. Diese Niveaus sind:

  • A1
  • A2
  • B1
  • B2
  • C1
  • C2


Der Test wird in ganz Deutschland in Kooperation mit www.language-testing-service.de angeboten. Durchgeführt wird er beim Arbeitgeber, am Studienort, in einem TOEIC-Zentrum oder einem anerkannten Testcenter. Termine sind nach Wunsch möglich, die Resultate kommen bereits nach sieben Tagen. Die Höchstpunktzahl liegt für beide Bereiche bei 990 und kostet je nach Prüfinstitution circa 115 Euro.

Cambridge First Certificate in English

Die Universität Cambridge bietet in Deutschland verschiedene Möglichkeiten, die Fremdsprachen-Kenntnisse prüfen zu lassen. Ein gutes Einsteiger-Zertifikat stellt das Cambridge First Certificate in English dar. Dieses entspricht der Kompetenzstufe B2 und kann deswegen als gute Basis verstanden werden. Sehr häufig wird das Cambridge First Certificate in English mit dem TOEFL-Test gleichgesetzt. Die Anforderungen sind in der Tat sehr ähnlich. Auch hier besteht kein direkter Bezug zum Business English.

Cambridge Business English Certificate

Es darf noch ein bisschen mehr beziehungsweise professioneller sein? Dann ist das Cambridge Business English Certificate  die richtige Wahl. Wie es der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein spezielles Zertifikat für Business English. Wer diesen Nachweis sein Eigen nennen darf, besitzt sehr gute Sprachkenntnisse und kann sich auf der Business-Ebene ausgezeichnet ausdrücken. Der einzige (und wirklich kleine) Haken am Cambridge Business English Certificate ist, dass der Kurs keine spezifischen Kenntnisse übermittelt, sondern auf der allgemeinen Business-Ebene bleibt. Dieses Zertifikat ist in drei verschiedenen Kompetenzstufen erhältlich: B1, B2 und C1.

Die Kosten für das Business English-Zertifikat schwanken stark. Sie reichen von 120 bis über 200 Euro.

English for Business

Neben der Cambridge University bietet auch die Londoner Industrie- und Handelskammer verschiedene Möglichkeiten, seine Englisch-Kenntnisse in Deutschland zertifizieren zu lassen. Beim Test des English for Business-Zertifikats müssen die Teilnehmer beweisen, dass sie sich in alltäglichen Berufssituationen zurechtfinden und diese meistern können. Das Zertifikat unterteilt sich in fünf Schwierigkeits-Niveaus. Der eigentliche Test findet schriftlich statt, wer möchte kann sich jedoch auch zusätzlich im Hinblick auf mündliches Sprachvermögen und Hörverständnis testen lassen.

Deutschlandweit gibt es etwa 200 verschiedene Prüfungszentren. Ein Vergleich kann sich lohnen, denn die Kosten variieren zwischen rund 100 und 130 Euro.

telc English Business

Bewerber, die das telc-Zertifikat vorweisen können, sind in der Lage, Englisch als Geschäftssprache zu sprechen. Das bedeutet, dass sie alltäglichen Berufssituationen gewachsen sind und sich von sprachlichen Konfrontationen nicht stressen lassen. Der Businessenglisch-Test stuft die Sprachkenntnisse ein und bewertet sie mit einem Niveau von A2 bis C1. Wer ein telc-Zertifikat haben will, muss nicht lang nach einer Prüfungsstelle suchen. Deutschlandweit gibt es etwa 1000 davon. Einen Großteil dieser Zahl machen Volkshochschulen aus. Das liegt daran, dass telc zum Deutschen Volkshochschulverband gehört.

Die Kosten für das telc Zertifikat richten sich danach, welches Niveau man erreichen will. Sie beginnen bei rund 70 Euro und enden bei etwa 150 Euro. Wie viel genau Teilnehmer zahlen müssen, hängt außerdem von der gewählten Prüfstelle ab.

Business English in der Praxis

Gerade große, international agierende, aber auch immer mehr mittelgroße und kleine Unternehmen legen Wert darauf, dass ihre Mitarbeiter gute bis sehr gute Englisch-Kenntnisse vorweisen können, die das eingestaubte Schulenglisch um Längen schlagen. Grund Nummer 1 für diese Entwicklung ist nach wie vor die Globalisierung. Die weltweite Vernetzung der Wirtschaft sorgt dafür, dass Arbeitnehmer fast täglich mit Situationen konfrontiert werden, in denen Ihr Businessenglisch gefordert ist. Diese reichen von einem spontanen Telefonat bis hin zur ausführlichen Email-Korrespondenz. Es ist nicht mehr zu ignorieren: Wer als wertvolle Arbeitskraft wahrgenommen werden will, legt großen Wert darauf, sich sprachlich weiterzubilden. Da Englisch die unangefochtene Weltsprache ist (und auch bleiben wird), sind Zertifikate hier besonders sinn- und wertvoll.

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